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AVG kritisiert Land und Pflegekassen scharf

Der AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen (AVG) hat den Berliner Gesundheitssenat und die AOK Nordost scharf kritisiert. In der vergangenen Woche hatten beide Partner verkündet, sich mit Pflegediensten auf mehr Geld für Pflegende geeinigt zu haben. Damit hätten sie „unverantwortlich gehandelt“, hieß es am Freitag seitens des AVG. Die Meldung sei voreilig und einseitig gefärbt herausgegeben worden. Außerdem fehle unter anderem, dass es in den noch nicht unterzeichneten Ergebnissen zwei Varianten eines Abschlusses gebe. Jetzt seien hohe Erwartungshaltungen der beruflich Pflegenden bewusst geschürt worden, gleichzeitig würden die Pflegedienste extrem unter Druck gesetzt.

Derzeit liege noch das konkrete Angebot der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie der Pflegekassen vor. Wenn man eine sogenannte Einigung verkünde, wäre es zunächst sinnvoll gewesen, alle Partner miteinzuschließen, also auch die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege. Spätestens hier hätte auffallen müssen, dass das Ergebnis doch differenzierter zu betrachten sei, als es im Augenblick pressewirksam einseitig dargestellt worden sei, so der AVG weiter. Das habe zu „großen Irritationen“ und „einer unnötigen Verärgerung“ seitens der Pflegedienste geführt. 

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