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Mai gegen Absenkung der Fachkraftquote

Der Präsident der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Markus Mai, hat sich klar gegen eine Absenkung der Fachkraftquote positioniert, wonach jeder zweite Mitarbeiter in der stationären Langzeitpflege eine dreijährig ausgebildete Pflegefachperson sein muss. Die Fachkraftquote vor dem Hintergrund des steigenden Personalbedarfs zu lockern, löse keine Probleme, sondern verschlechtere die pflegerische Versorgung nachhaltig. Vielmehr müsse sich die Fachkraftquote am echten Pflegebedarf orientieren, so der Kammerpräsident. Dies könne unter Umständen auch dazu führen, dass deutlich mehr Pflegende eingesetzt werden müssten als bislang. Eine verpflichtende Personalbemessungsvorgabe sei wichtig, um auch künftig gute Pflege leisten zu können, betonte Mai. Dabei dürfe es aber keine Kompromisse geben.

Der Kammerpräsident vertritt damit eine andere Ansicht als der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer. Dieser hatte angesichts des deutlichen Pflegebedarfsanstiegs mitgeteilt, dass die derzeitige Fachkraftquote nicht mehr haltbar sei: „Jede gut ausgebildete und klug eingesetzte Hilfskraft unterstützt Pflegebedürftige besser als eine Fachkraft, die nicht da ist“, so Meurer in einer Meldung von Dienstag.

Hintergrund für die Reaktionen sind die am Dienstag vorgestellten Berechnungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, nach denen in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Anstieg des Pflegebedarfs in Rheinland-Pfalz zu rechnen ist.

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