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Jamaika: Pflege ist Top-Thema

Bei den ersten Gesprächen über Gesundheit und Pflege zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen steht ein Thema ganz oben: die Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen, vor allem in der Pflege. Speziell beim Thema Pflege gibt es Konsens: „Uns eint der Wille, die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege spürbar zu verbessern“, heißt es in dem Sondierungspapier zu Arbeit, Rente, Gesundheit, Pflege, Soziales, das die Ärztezeitung am Mittwoch veröffentlichte. „Deshalb diskutieren wir über die Frage der Vergütung und die volle Refinanzierung von Tarifsteigerungen im Rahmen der Krankenhausvergütung“, ist dort zu lesen. Darüber hinaus werden „die Möglichkeiten eines Sofortprogramms zur Verbesserung der Personalausstattung“ geprüft.

Ziel sei zudem weniger Bürokratie in der Pflegedokumentation, insbesondere in der Krankenpflege, um die Pflegekräfte weiter zu entlasten. „Hierbei wollen wir vor allem die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen“, ist dem Papier zu entnehmen. Insgesamt geben die Parteien sich einig, dass sich die Menschen „auf eine gute medizinische und pflegerische Versorgung verlassen können müssen, unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort“.

Irene Maier, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates (DPR), bewertete den klaren Fokus der Sondierungsgespräche auf die Pflege als positiv. Allerdings müsse man beobachten, was „hinter diesen pauschalen Ankündigungen“ stehe, die „sehr viel Interpretationsspielraum“ hätten, sagte Maier im Gespräch mit BibliomedPflege. Sie bekräftigte die Forderung, die vom DPR schon lange vertreten werde: „Wir brauchen eine klare Personalbemessung in der Pflege, und das nicht nur für pflegesensitive, sondern für alle Bereiche im Krankenhaus.“

Zudem bedürfe es klarer Regelungen, wie Tarifsteigerungen im Rahmen der Krankenhausvergütung künftig refinanziert werden. „Ohne Kontrolle wird das ins Leere laufen“, befürchtet Maier. Auch müsse eine Vergütung sichergestellt werden, die der individuellen Qualifikation der Pflegenden gerecht werde. „Die Zeit eilt“, betonte Maier, „durch die schlechten Arbeitsbedingungen verlieren wir immer mehr engagierte Pflegekräfte.“

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