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Pflege bekommt mehr Gewicht im DRG-System

Der Fallpauschalenkatalog (DRG-Katalog) für Krankenhäuser wird im kommenden Jahr den Pflegebedarf von Patienten stärker berücksichtigen als bisher. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) im Rahmen ihrer Vereinbarung zum DRG-Katalog 2018 geeinigt. Für Patienten mit höheren Pflegegraden können Krankenhäuser künftig eins von zwei Zusatzentgelten abrechnen. Dies gilt für Personen ab Pflegegrad 3, die sich mindestens fünf Tage in einer Klinik aufhalten.

„Die Stärkung der Pflege steht in diesem Jahr zentral im Mittelpunkt“, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Neben der Umverteilung von Sachkosten zu Personalkosten in den Bewertungsrelationen der DRG, dem Pflegezuschlag, dem Pflegestellenförderprogamm sowie dem Pflegekomplexmaßnahmen Score (PKMS) seien die Zusatzentgelte „ein weiteres wichtiges Instrument, um dies zu erreichen“, so Baum. Auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, wertete die Einigung positiv: „Es ist gut, dass es der Selbstverwaltung gelungen ist, das Geld dorthin zu leiten, wo besonderer Pflegebedarf besteht.“

Gegenüber dem Jahr 2017 enthalte der künftige Katalog zudem zahlreiche Detailverbesserungen, teilten die Partner der Selbstverwaltung mit. Dies gelte insbesondere für die Intensivmedizin, die Neurochirurgie und die Neurologie, die Behandlung multiresistenter Erreger und die Kinderheilkunde. Hierzu hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) auf einer nochmals erweiterten Datenbasis sämtliche zur Verfügung stehenden Merkmale überprüft.

Parallel zum DRG-Katalog haben sich die drei Vertragspartner auch über den pauschalierenden, tagesbezogenen Entgeltkatalog für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP-Entgeltkatalog 2018) verständigt. Darin haben sie nun den finanziellen Grundstein für die Behandlung von bestimmten psychiatrischen Patienten durch das multiprofessionelle Krankenhausteam im häuslichen Umfeld gelegt, die sogenannte stationsäquivalente psychiatrische Behandlung. Inhaltlich hatte sich die Selbstverwaltung hierzu bereits im August verständigt. Die Regelung soll ab kommendem Jahr greifen.

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