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Klakow-Franck unterstützt Bundespflegekammer

Die Stimmen für eine Bundespflegekammer werden lauter. Jetzt hat sich auch eines der drei unparteiischen Mitglieder im Gemeinsamen-Bundesausschuss (G-BA) der Selbstverwaltungsparteien im Gesundheitswesen für eine solche Institution ausgesprochen. Die Kammer solle perspektivisch auch stimmberechtigtes Mitglied im G-BA werden, sagte Regina Klakow-Franck auf eine Frage von BibliomedPflege. Gleichzeitig betonte sie aber auch während der Pressekonferenz am Donnerstag anlässlich der jährlichen Qualitätssicherungskonferenz des G-BA, dass dies ihre persönliche Ansicht sei.

Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft stiegen die Qualitätsanforderungen an die Pflege, begründete Klakow-Franck ihre Meinung. Die Pflege erhalte mehr Verantwortung. Sie fände es deshalb richtig, wenn die Profession sich selbst über eine Berufsordnung um Qualitätsstandards kümmern könne und auch eine eigene Berufsethik, ähnlich wie die Ärztekammern, entwickeln würde. Die Medizinerin sagte, sie bedaure, dass die Gewerkschaft Verdi eine Konkurrenzsituation fürchte und deshalb gegen Kammern sei, zumal es in der Ärzteschaft auch beides gäbe - Ärztekammern und eine Ärztegewerkschaft.

Klakow-Franck sagte aber auch, bis zum Aufbau einer Bundespflegekammer sei es noch ein weiter Weg. Die Stoßrichtung von Karl-Josef Laumann (CDU), in der zurückliegenden Wahlperiode Pflegebeauftragter der Bundesregierung und seit dem Sommer Minister für Soziales und Gesundheit in Nordrhein-Westfalen, der künftigen Bundespflegekammer eine Stimme im G-BA zu geben, teile sie. Bisher sind im G-BA der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung, die Kassenärztliche und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft stimmberechtigt vertreten.

Ohne Stimme aber antragsberechtigt ist eine Patientenvertretung vorhanden. Diese fordert ebenfalls ein höheres Gewicht ein. Auch die Bundesländer wollen künftig im G-BA vertreten sein.

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