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DBfK: Pflegende bald auf der Roten Liste

Die politischen und unternehmerischen Versäumnisse in der Pflege in den vergangenen Jahren würden sich jetzt rächen und resultierten in gravierenden Konsequenzen. Pflegefachpersonen stünden "bald auf der Roten Liste". Das hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) am Freitag in Berlin angeprangert. Es werde immer schwieriger, Stellen mit Pflegefachpersonen zu besetzen. "Das liegt aber nicht an einem generellen Mangel an qualifizierten Personen, sondern an der abnehmenden Bereitschaft qualifizierter Pflegender, die prekären Arbeitsbedingungen hinzunehmen", sagte DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner. Arbeitgeber und Politik ernteten nun, was sie gesät hätten. Jahrelang sei die Pflegepersonalausstattung grob vernachlässigt, die überfällige Ausbildungsreform unnötig verschleppt worden und falsche, rein ökonomische Prioritäten hätten den Beruf "ausbluten" lassen. 

Nötig seien jetzt Investitionen in den Pflegeberuf und in die Qualifizierung. Gebraucht würden spürbare Verbesserungen anstatt „Kosmetik am System“ und Mut zum Umdenken. Das falsche Signal sei der Ruf nach einer Absenkung von Personals- oder Ausbildungsstandards. Denn genau das habe zu der jetzigen Situation geführt. Vielmehr müssten die Arbeitsbedingungen spürbar verbessert werden. Das bedeute zuallererst eine deutliche Anhebung der Stellenschlüssel. „Dies ließe sich durch eine Absenkung der Teilzeitquote, einen Abbau von Krankenhausbetten und die Rückgewinnung von Pflegefachpersonen, die den gewählten Beruf enttäuscht verlassen haben, Schritt für Schritt erreichen“, so Wagner weiter. Die Kompetenz der professionellen Pflege sei die am meisten unterschätzte Ressource im Gesundheitswesen. Damit müsse endlich Schluss sein. (MIL)

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