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„Hart aber fair“: Zoff ums Pflegeberufegesetz

Hitziges Wortgefecht in der ARD-Talkrunde „Hart aber fair“: SPD-Politiker Karl Lauterbach hat dem Präsidenten des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, vorgeworfen, das Pflegeberufegesetz blockiert zu haben, um Personalkosten zu sparen. „Sie sind dagegen gewesen, weil Sie glaubten, die Pflegekräfte würden teurer“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte gestern Abend im Ersten zu Meurer. Lauterbachs Einschätzung: Ohne deutlich bessere Bezahlung werde man die benötigten Fachkräfte langfristig nicht bekommen. Doch hier stellten sich die privaten Pflegeheimbetreiber quer. Denn höhere Gehälter bedeuteten niedrigere Gewinne. Lauterbach verwies auf die skandinavischen Länder. Hier hätte die generalistische Ausbildung dazu geführt, dass es keine Gehaltsunterschiede mehr zwischen Krankenhäusern und Pflegeheimen gebe.

Meurer wies diesen Vorwurf vehement als Spekulation zurück. „Wir sind gegen das Pflegeberufegesetz, weil es bis heute eine leere Hülle ist, bei der die Inhalte fehlen“, sagte der bpa-Präsident. „Wir haben überhaupt keine Zeit, auf irgendeinen jungen Menschen, der motiviert ist, diese Ausbildung zu erlernen, zu verzichten.“ Der Moderator Frank Plasberg unterbrach die hitzige Diskussion frühzeitig und verwies auf den Faktencheck zur Sendung, in dem beide Seiten nachgestellt werden sollen.

In der ARD-Talkrunde „Hart aber fair“ diskutierten neben Lauterbach und Meurer der Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen, die Medizinjournalistin Anette Dowideit sowie Ante Caljkusic, Dozent für Auszubildende in der Pflege und gelernter Altenpfleger, warum das System Pflege in Deutschland krankt.

Die vollständige Sendung können Sie sich in der ARD-Mediathek ansehen. (BT)

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