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Weidner fordert klarere Regelungen für Personalbemessung

Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen deutlich und dauerhaft verbessert werden. Das betonte am Donnerstag unter anderem der Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP), Frank Weidner, in einer schriftlichen Stellungnahme. 

Anlass war eine öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses über einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Grünen erklärten darin, dass trotz des Personalmangels wirksame gesetzgeberische Initiativen fehlten, um die prekäre Lage in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern nachhaltig zu lösen. Dringend entwickelt, erprobt und eingeführt werden müssten bundesweit verbindliche Personalbemessungsregelungen für Krankenhäuser sowie die ambulante und stationäre Pflege. Die Zahlung tarifvertraglich vereinbarter Gehälter müsse erleichtert werden.

Weidner verdeutlichte, dass die Pflege im Krankenhaus seit mehr als 20 Jahren „einen erheblichen Aderlass“ verkraften müsse. In dieser Zeit habe es einen gigantischen Umverteilungsprozess zugunsten der Ärzte und zuungunsten des Pflegepersonals gegeben. Die Gesamtpersonalkosten für Ärzte an Krankenhäusern seien seit 2005 um 80 Prozent gestiegen, für das Pflegepersonal hingegen nur um rund 25 Prozent. 2013 seien erstmals die Gesamtpersonalkosten für Ärzte an Kliniken höher ausgefallen als die für das gesamte Pflegepersonal. Zudem weise die Bundesagentur für Arbeit schon seit Jahren in fast allen Teilen Deutschlands einen „leer gefegten“ Arbeitsmarkt aus. 

Ein Vertreter der Deutschen Krankenhausgesellschaft hielt dagegen. Seit 2007 steige die Zahl der Pflegestellen wieder an. Heute seien rund zehn Prozent mehr Pflegende an den Kliniken angestellt als vor zehn Jahren. (MIL)

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