Passwort vergessen

Bienstein kritisiert schlechte Ausbildungssituation in der Pflege

Die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Christel Bienstein, hat die schlechte Ausbildungssituation hierzulande scharf kritisiert, speziell im Hinblick auf das geplante Pflegeberufegesetz. "Alle Länder heben den Status der Ausbildung an, nur wir senken ihn ab. Das halte ich für sehr bedenklich", so Bienstein im Video-Interview mit BibliomedPflege. Pflegende müssten hochkomplexe Aufgaben übernehmen. Es könne nicht sein, dass Schulabgänger jeglichen Bildungsniveaus die Ausbildung absolvieren könnten. Auf dem Kongress des International Council of Nurses (ICN) hat sie außerdem ihre Erwartungen an die neue ICN-Präsidentin Annette Kennedy formuliert. Sie solle eine große Offensive starten, wie die pflegerische Fort- und Weiterbildung aber auch die Selbstverwaltung in den einzelnen Ländern aussehe, so Bienstein. 

Zum Abschluss des diesjährigen ICN-Kongresses erläutert die neue Präsidentin, Annette Kennedy, gegenüber BibliomedPflege, welche Ziele sie sich selbst auf die Fahne geschrieben hat. So könnten Pflegende in einem internationalen Netzwerk viel erreichen. „Deswegen ist es wichtig, Ländergrenzen zu überwinden und global zu denken“, sagte die neue ICN-Präsidentin. Während ihrer vierjährigen Amtszeit wolle sie die Arbeit ihrer Vorgängerin weiterführen und den Einfluss von Pflegenden erhöhen. Pflegende müssten weltweit eine laute Stimme haben und ihre Interessen beharrlich einfordern, betonte Kennedy im Interview weiter. Das gehe aber nur, wenn sich jede einzelne Pflegeperson beteilige. 

Nach knapp einer Woche endet der diesjährige Kongress des ICN am Donnerstag in Barcelona. (MIL)

Unsere Zeitschriften


DIE SCHWESTER DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester Der Pfleger -
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Pflegen­Intensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten