Passwort vergessen

Pflegekammer veröffentlicht zentrale Forderungen an Politik

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz will die Rahmenbedingungen für Pflegende verbessern. Deshalb hat die Führungsspitze der Kammer nun konkrete Forderungen an die Politik in Bund und Land gestellt. Darin geht es um eine „deutliche Anhebung der Investitionszuschüsse“ seitens der Landesregierung, eine „umgehende Senkung der Arbeitsbelastung sowie eine zügige Verbesserung der Rahmenbedingungen der pflegerischen Versorgung“ und tarifliche Verbesserungen in der Altenpflege. 

Die derzeitige Arbeitssituation im Gesundheits- und Pflegesektor berge enorme Belastungsfaktoren für das Personal. Bereits heute sei die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Patientenversorgung gefährdet. 

„In den letzten Jahren sind die Fallzahlen in den Krankenhäusern angestiegen, während gleichzeitig die Beschäftigungszahlen von beruflich Pflegenden zurückgegangen sind. In den Altenheimen wird die Einhaltung der Mindeststandards nicht mehr flächendeckend gewährleistet und der Bereich der ambulanten Pflege steht ebenfalls unter gewaltigem Druck. Wir wollen uns wieder um die Pflegebedürftigen kümmern können und die Zeit für das so wichtige pflegerische Handeln, gerade auch für notwendige Prävention, haben“, forderte die Vizepräsidentin der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Sandra Postel.

Eine qualitativ hochwertige und genaue Personalbemessung in allen Bereichen, in denen Pflege erfolge, sei überfällig, um fach- und sachgerechte Pflege im Land, aber auch bundesweit, sicherzustellen. „Diese muss zwingend gesetzlich verankert sein und sich auf Personalstärke und Qualifikation beziehen. Grundlage müssen die Qualitätsnormen sein, die für unseren Beruf gelten“, betonte Postel.

Die beschlossene Einführung von Personaluntergrenzen sei ein erster kleiner Schritt, helfe aber nicht, wenn es darum gehe, eine den Pflegebedarfen angemessene Personalvorhaltung sicherzustellen. Um dauerhaft mehr Personal beschäftigen zu können, würden die Krankenhäuser schon jetzt durch ein absolut unterfinanziertes Pflegestellenförderprogramm unterstützt. „Jede weitere Förderung der Pflege ist grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings ist die an dieser Stelle vorgesehene Überführung in den Pflegezuschlag absolut kritisch zu betrachten, da die Mittel dort nicht zweckgebunden sind und auch schon heute nicht für den Aufbau von Pflegepersonal genutzt werden müssen“ zeigte sich die Vizepräsidentin der Kammer skeptisch. (MIL)

Unsere Zeitschriften


DIE SCHWESTER DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester Der Pfleger -
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Pflegen­Intensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten