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Höhere Löhne in der Pflege gefordert

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben sich für gerechtere Arbeitsbedingungen in der Pflege stark gemacht. Nur „ordentliche Löhne“ könnten den Fachkräftemangel beheben, sagte Nahles am Montag anlässlich der traditionellen Maikundgebungen zum Tag der Arbeit in Gelsenkirchen. Sie wolle vor allem für Altenpfleger eine bessere Bezahlung durchsetzen: "Wer Dienst am Menschen leistet - zum Beispiel in Pflegeberufen - muss besser bezahlt werden, dazu brauchen wir einen 'Tarifvertrag Soziales'." Für Juni kündigte sie ein Gipfeltreffen an, um mit Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und der Koalition die Löhne im Dienstleistungsbereich zu verbessern.

Nach den Worten der Ministerin sind vor allem Arbeitnehmer im Bereich Gesundheit und Soziales von stagnierenden oder sinkenden Einkommen betroffen. Ihre Löhne seien von der guten Entwicklung abgekoppelt. "Mit dem riesigen Niedriglohnsektor in Deutschland dürfen wir uns nicht abfinden. Es gibt Millionen Deutsche, die viele Jahre hart arbeiten, und trotzdem nicht zurechtkommen. Das zerreißt eine Gesellschaft und schadet der Konjunktur. Je mehr Arbeitnehmer anständig verdienen, desto größer ist das Wachstum unserer Wirtschaft", sagte Nahles.

Auch der DGB hat sich für eine bessere Entlohnung und mehr Wertschätzung der Beschäftigten in der Pflege ausgesprochen. So etwa die DGB-Chefin in Sachsen-Anhalt, Susanne Wiedemeyer. Nötig seien allgemeinverbindliche tarifliche Regelungen für alle Mitarbeiter. Der Pflegeberuf verlange den Mitarbeitern überall sehr viel ab. Dennoch gebe es mitunter enorme Gehaltsunterschiede von bis zu 800 Euro brutto vergleiche man etwa eine Vollzeit-Pflegestelle im Krankenhaus mit einer Stelle in der ambulanten Pflege. „Es kann nicht sein, dass Menschen, wie im Pflegeberich, arbeiten und trotzdem am Monatsende auf staatliche Leistungen wie Hartz IV angewiesen sind, um leben zu können“, sagte die Wiedemeyer. 

Die Kundgebungen in diesem Jahr standen unter dem Motto "Wir sind viele. Wir sind eins.". Im Mittelpunkt standen Arbeitnehmerrechte wie sichere Renten, Weltoffenheit und soziale Gerechtigkeit. Der DGB hatte bundesweit zu entsprechenden Aktionen geladen. (MIL)

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