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Personaluntergrenzen in der Diskussion

Die von der Bundesregierung beschlossene Einführung von Personaluntergrenzen für pflegeintensive Bereiche ist nicht überall unumstritten.

Laut Boris Augurzky vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen sei es nicht einfach, die nötigen Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Als Beispiel nannte Augurzky das Klinikum Saarbrücken. Dieses könne freie Stellen nicht besetzen, weil es schlichtweg keine ausreichende Zahl an Bewerbern gebe. Die Lücke zwischen Bedarf und verfügbarem Angebot an Pflegekräften werde aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahren noch „dramatisch zunehmen“. Augurzky forderte daher, die Qualität der Patientenversorgung transparenter und den Pflegeberuf attraktiver zu machen sowie arbeitssparende Technologien wie Robotik und digitale Assistenzsysteme zur Unterstützung der Pflege einzusetzen.

Als „einen Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnete indes Michael Simon von der Hochschule Hannover die Vorgaben für verbindlich einzuhaltende Personaluntergrenzen. Diese seien nicht nur zum Schutz der Patientengesundheit erforderlich, sondern auch, um die Gesundheit des Pflegepersonals zu schützen, sagte Simon.

Aktuell sei von einem Mehrbedarf von mehr als 100.000 Vollzeitstellen auszugehen. „Seit 1993 ist die Zahl der Patienten, der medizinischen Eingriff pro Fall und vor allem der Anteil der alten und hochbetagten Patienten gestiegen“. Eine politische Intervention sei insofern dringend geboten.

Die ausführlichen Positionen lesen Sie in der Mai-Ausgabe von Die Schwester Der Pfleger. (MJ)

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