Passwort vergessen

AWO sieht pflegende Angehörige in Armut rutschen

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat das Armutsrisiko hunderttausender pflegender Angehöriger in Deutschland kritisiert. Viele Betroffene reduzierten für die Pflege kranker Familienmitglieder ihre Arbeitszeit, sagte AWO-Bundesverbandsmitglied Claus Bölicke dem Magazin Exakt des mitteldeutschen Rundfunks am Mittwoch. Einige würden ihren Job sogar ganz aufgeben und hätten mit entsprechend finanziellen Einbußen zu kämpfen. „Das Pflegegeld ersetzt keine Berufstätigkeit. Und wenn diese Personen dann in Rente gehen, setzt sich das Thema fort – arm durch Pflege“, so Bölicke weiter. Die Zahl der Betroffenen werde in den kommenden Jahren steigen. Die Pflegereform gehe nicht weit genug, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. „Die Pflegeversicherung fängt erst voll an zu wirken, wenn die Familie nicht mehr kann. Das ist eine Grundsatzeinstellung in Deutschland. Die hat auch die Reform nicht geändert.“

Armut sei kein selbst gewähltes Schicksal, sondern vor allem Folge von strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen, betonte die AWO erst in der vergangenen Woche angesichts des vom Bundeskabinett beschlossenen Armut- und Reichtumsberichts. (MIL)

Unsere Zeitschriften


DIE SCHWESTER DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester Der Pfleger -
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Pflegen­Intensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten