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PKMS: Nutzen kommt nicht auf Stationen an

Kliniken verwenden die Erlöse aus dem sogenannten Pflegekomplexmaßnahmenscore (PKMS) in der Mehrheit nicht, um Kosten für Pflegepersonal damit zu refinanzieren wie ursprünglich vorgesehen. Das geht aus einer Benchmark-Studie unter 57 Kliniken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland hervor. Demnach gaben lediglich 40 Prozent der Befragten an, die PKMS-Erlöse zumindest teilweise für die Refinanzierung der Personalkosten zu verwenden. Nur 19 Prozent tun dies in vollem Umfang. 32 Prozent der 43 Kliniken, die diese Frage beantworteten, verneinten das. Weitere 28 Prozent der befragten Entscheidungsträger gaben an, dies nicht beurteilen zu können. 

Dieses Ergebnis offenbare eines der Hauptprobleme des PKMS in der Praxis: „Der zweifellos vorhandene finanzielle Nutzen von PKMS für Kliniken kommt auf den Stationen und damit bei den Anwendern zum Teil nicht gesichert an“, sagt der Leiter der Studie, Benjamin Schuh, von der Stabsstelle Pflegecontrolling der Pflegedirektion des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier. Akzeptanzprobleme von PKMS in der Praxis schienen somit vorprogrammiert, da der eigentlich nicht so große Mehraufwand zur PKMS-Dokumentation in der Summe ein Mehraufwand bleibe, wenn dem keinerlei spürbarer „Gewinn“ gegenüberstehe. 

Im Zuge des ersten Pflegestellenförderprogramms wurde die Maßgabe formuliert, mithilfe des PKMS durch das Programm geschaffene Stellen in der Pflege weiterfinanzieren zu können. 

Einzelheiten zur Studie lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Die Schwester Der Pfleger oder hier. (MIL) 

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