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Ausbildungszahlen steigen trotz schlechter Arbeitsbedingungen

Die Altenpflege gehört zu den besonders stark wachsenden Dienstleistungsbranchen in Deutschland, die zugleich eine sichere Beschäftigungsperspektive bietet. Das ist dem aktuellen Berufsbildungsbericht 2017 zu entnehmen, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. In der Gesundheits- und Krankenpflege lag die Zahl der Auszubildenden demnach bei 63.611 und sei damit gegenüber dem Vorjahr nahezu gleichgeblieben (minus 0,6 Prozent). Die Gesamtzahl der Schüler in der Altenpflegeausbildung ist nach den Daten der Schulstatistik im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich um 1.766 und damit 2,7 Prozent auf insgesamt 68.051 gestiegen. Die Zahl der Neueintritte in eine Altenpflegeausbildung ist mit 23.612 im Vergleich zum Vorjahr wiederum um 299 (1,3 Prozent) gestiegen. 

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hat angesichts des Berichts die Attraktivität des Altenpflegeberufs betont. „Wer da noch ernsthaft behauptet, die Altenpflegeausbildung habe ein Attraktivitätsproblem, dem ist nicht mehr zu helfen“, sagte bpa-Präsident Bernd Meurer. Im Übrigen verdeutliche der Bericht, dass es insbesondere für Hauptschüler immer schwieriger werde, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wer bei dieser Faktenlage nun auch noch die Hürden für die Altenpflegeausbildung höher legen wolle, der handele zynisch und verwehre jungen Menschen eine krisenfeste, zukunftsfähige Ausbildung. 

Der Brandenburger Landtag hat unterdessen am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde über Verbesserungen für die Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege debattiert. Bis 2030 würden in Brandenburg in der ambulanten Pflege bis zu 17.800 neue Fachkräfte gebraucht, heißt es in einem entsprechenden Antrag der Linken-Fraktion. Die Pflege sei wegen schlechter Arbeitsbedingungen und geringer Bezahlung für junge Menschen wenig attraktiv. So gebe es zwischen Gesundheits- und Kranken- sowie Altenpflege in Ostdeutschland immer noch Lohnunterschiede von bis zu 30 Prozent. (MIL)

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