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Weidner: "Politik nimmt Probleme der Pflege nicht ernst"

Der Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP), Frank Weidner, befürwortet zwar grundsätzlich das Vorhaben der Politik, Personaluntergrenzen in Krankenhäusern festzugelegen, die Umsetzung sei jedoch „mangelhaft“. Personaluntergrenzen festzulegen und die Krankenkassen und Krankenhäuser zu zwingen, diese zu beachten und umzusetzen, seien der richtige Weg. Abenteuerlich sei es jedoch, die Untergrenzen nur für einzelne Bereiche zu regeln und über die bereits angekündigten Mittel keine zusätzlichen Milliarden Euro zu vereinbaren, sagte Weidner im Interview mit der Redaktion von Die Schwester Der Pfleger. „Es ist damit doch absehbar, dass für die Einhaltung der wie auch immer gearteten Untergrenzen dann auch Personal aus den nicht geregelten Bereichen in diejenigen mit Untergrenzen verschoben wird“, so der DIP-Direktor weiter. Der „weitere Pflegeexodus“ beispielsweise im Tagdienst auf den „Normalstationen“ sei damit mit allen Konsequenzen vorprogrammiert. „Fazit: Die Ansätze sind richtig, die Umsetzung ist mangelhaft. Das zeigt wieder einmal, dass die Politik die Probleme in der Pflege nicht wirklich ernst nimmt.“

Anfang März einigten sich Gesundheitspolitiker der Regierungskoalition und der Bundesländer auf bestimmte Personaluntergrenzen. Diese sollten in Krankenhausbereichen wie der Intensivstation oder im Nachtdienst nicht mehr unterschritten werden dürfen. Mitte März kündigte der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), dann an, dass es noch in dieser Wahlperiode ein entsprechendes Gesetz geben solle. (MIL)

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