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Altenbericht: Kommunen entscheiden über Lebensqualität im Alter

Die wachsende soziale und regionale Ungleichheit wird zur zentralen Herausforderung für die Altenpolitik. Zu diesem Ergebnis kommt der Siebte Altenbericht im Auftrag der Bundesregierung, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beraten hat. „Die Infrastruktur und die sozialen Netzwerke vor Ort sind ein entscheidender Faktor für die Qualität des Lebens im Alter", sagte Bundesseniorenministerin Manuela Schwesig in einer entsprechenden Mitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ältere Menschen prägten mehr und mehr die Gesellschaft. Deshalb müsse die Politik für ältere Menschen stärker darauf ausgerichtet sein, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter zu unterstützen. „Es muss aber auch darum gehen, Ungleichheiten zu überwinden sowie soziale Teilhabe zu ermöglichen und zu fördern. Vor allem die Kommunen haben es in der Hand, wie und wie gut ältere Menschen vor Ort leben können", betonte Schwesig weiter. Mit den Mehrgenerationenhäusern, den lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz oder mit der Förderung der Menschen zum bürgerschaftlichen Engagement unterstützte und stärke die Politik bereits die Kommunen. „Denn es ist von zentraler Bedeutung, dass diese in der Lange sind, ihrer Verantwortung für die regionale Daseinsvorsorge nachzukommen und älteren Menschen eine angemessene Infrastruktur zu bieten", so die Ministerin. Gerade wegen sehr unterschiedlicher Entwicklungen in den Kommunen bestehe besonderer Handlungsbedarf. So wiesen die Sachverständigen des Altenberichts auf die Schwierigkeiten hin, gleichwertige Lebensverhältnisse für ältere Menschen zu sichern. In einigen ländlichen und strukturschwachen Regionen stelle sich angesichts der steigenden Zahl älterer und der gleichzeitigen Abwanderung junger Menschen bereits die Frage, wie die regionale Daseinsversorge sichergestellt werden könne. Hinzu komme eine Vielzahl von Gemeinden, die sich vor allem angesichts finanzieller Engpässe kaum mehr in der Lage sähen, die angestrebten Ziele umzusetzen.

Die Regierung legt seit 1994 in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation von älteren Menschen vor. Die siebte Altenberichtskommission unter Leitung des Heidelberger Gerontologen Andreas Kruse hatte den Auftrag, Empfehlungen für eine nachhaltige Seniorenpolitik in den Kommunen zu erarbeiten. Der Bericht mit einer „ganzen Reihe von Vorschlägen und Empfehlungen" soll in der kommenden Woche vom Bundestag veröffentlicht werden.
 

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