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Ganztägiger Warnstreik an Damp-Kliniken

Mitarbeiter der privaten Klinikgruppe Damp und der zugehörigen Servicegesellschaft ZSG sind heute mit Beginn der Frühschicht in einen ganztätigen Warnstreik getreten. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi, die noch vor der Übernahme von Damp durch den ebenfalls privaten Krankenhauskonzern Helios einen neuen Tarifvertrag abschließen möchte. Sie fordert ein Lohnplus von 7,5 Prozent, ein Weihnachtsgeld und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Die Unternehmensführung reagierte mit Bedauern. „Die von Verdi initiierten Warnstreiks sind für mich nicht nachvollziehbar. Damp befindet sich in der Übergangsphase des Wechsels zu Helios als dem künftig neuen Hauptaktionär“, sagte Vorstandschef Carl Hermann Schleifer. In dieser Phase schließe das Management üblicherweise keine Verträge und insbesondere keine Tarifverträge ab, die das Unternehmen langfristig und wesentlich belasten könnten. Zugleich sicherte er aber zu, Helios werde nach Abschluss der Übernahme „selbstverständlich Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften aufnehmen“. In den Konzerntarifverträgen sei dies mit einer Frist von sechs Monaten festgelegt. „Das Verhalten von Verdi ist also unangemessen, es schadet der Damp Gruppe und den Beschäftigten“, so Schleifer.

Verdi äußerte hingegen Unverständnis über das Verhalten der Damp-Manager. Zudem habe es Äußerungen eines Helios-Vorstandsmitglieds gegeben, die nahe legten, die Klinikgruppe solle künftig ohne Tarifbindung geführt werden. „Wir waren schon entsetzt, solche Töne zu hören“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Oliver Dilcher. Helios sei bislang als harter, aber seriöser Tarifpartner empfunden worden, solche Äußerungen und ein entsprechendes Vorgehen aber wären „die faktische Aufkündigung der bislang praktizierten Tarif- und Sozialpartnerschaft“, so Dilcher.

Zum Streik aufgerufen sind rund 5.600 tarifvertraglich Beschäftigte an den Damp-Standorten Hamburg, Stralsund, Damp, Kiel, Schleswig, Ahrenshoop und Lehmrade. Ein Notdienst für die Patientenversorgung ist nach Angaben von Gewerkschaft und Unternehmensleitung organisiert.

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