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Mehrheit möchte zuhause sterben

Die Mehrheit der Deutschen möchte in den eigenen vier Wänden sterben statt in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung. Das bestätigt eine aktuelle Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld im Auftrag des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV). 54 Prozent der Befragten haben sich demnach bereits Gedanken über den eigenen Tod gemacht. 66 Prozent von ihnen zögen es vor, zuhause zu sterben, 18 Prozent in einer Einrichtung zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Tatsächlich sterben hierzulande mehr als 40 Prozent der Menschen in Krankenhäusern, rund 30 Prozent in stationären Pflegeeinrichtungen und nur etwa 25 Prozent in den eigenen Wänden. Der DHPV sieht in den Umfrageergebnissen darum auch einen Auftrag an die Verantwortlichen, den Aus- und Aufbau der ambulanten Versorgungsstrukturen weiter voranzubringen.

83 Prozent der Befragten gaben an, bereits Erfahrung mit dem Sterben eines nahestehenden Menschen gemacht zu haben, 39 Prozent, dass Sterben und Tod in ihrem persönlichen Umfeld eine große bis sehr große Rolle spiele. Mehr als die Hälfte findet aber, dass die Gesellschaft insgesamt sich zu wenig mit dem Thema auseinandersetzt. Ein Beleg hierfür scheint die geringe Zahl derer, die die Begriffe Hospiz und palliativ richtig einordnen können. Zwar hatten 89 Prozent ersteren und 66 Prozent letzteren schon einmal gehört, lediglich 49 Prozent wussten aber, was sich hinter Hospiz und gar nur 32 Prozent, was sich hinter palliativ verbirgt. Noch erschreckender ist die Zahl für die Menschen, die wissen, dass die Versorgung in einem Hospiz oder die Hospizbegleitung zuhause von den Kassen übernommen wird. Dies war nur elf Prozent der Umfrageteilnehmer bekannt.

Von Vertrauen in das persönliche Umfeld sprechen diese Zahlen: 90 Prozent gingen davon aus, dass sich jemand aus Familie, Freundeskreis oder Nachbarschaft im Krankheitsfall um sie kümmern würde, 72 Prozent glauben dies auch für den Fall der Pflegebedürftigkeit. Diesem persönlichen Netzwerk muss aus Sicht des DHPV „ein gut ausgebautes Versorgungs- und Beratungsnetzwerk zur Seite gestellt werden, das im engen Austausch mit Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft den Menschen in seiner letzten Lebensphase begleitet“.

Die Umfrageergebnisse im Detail können hier nachgelesen werden.

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