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Im Alter besser zu Hause leben - SUSI TD soll dabei helfen

Viele Menschen wünschen sich im Alter möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Um dies zu ermöglichen, wird in der Region Trier nun ein innovativer Weg beschritten. Dafür steht das Projekt SUSI TD (Sicherheit und Unterstützung von Senioren durch Integration von Technik und Dienstleistung). Es geht dabei um die lebensnahe Erprobung neuer Sensor- und Kommunikationstechnik verbunden mit einem vorbeugenden Beratungsangebot für ältere Menschen, das auf dem Konzept des präventiven Hausbesuchs fußt.

Zur Entwicklung und Umsetzung von SUSI TD hat sich eigens ein Forschungsverbund bestehend aus zwei Fraunhofer-Instituten aus Kaiserslautern und dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) in Vallendar zusammengefunden. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) in Mainz fördert das Projekt im Rahmen der „Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz“. In rund 30 Seniorenwohnungen in Trier und der Verbandsgemeinde Konz soll SUSI TD in den kommenden Jahren erprobt werden.

Ziel von SUSI TD ist es, Senioren im Alter ab 70 Jahren in ihren eigenen vier Wänden mehr Sicherheit und Unterstützung zu vermitteln. Dafür werden die Wohnungen der Projektteilnehmer mit modernster Sensor- und Kommunikationstechnologie ausgestattet. Die so genannte AAL-Technologie (Ambient Assisted Living) passt sich dabei unauffällig in die Wohnumgebung ein. Es werden beispielsweise Bewegungsmelder, Strom- und Kontaktsensoren installiert. Außerdem wird den Senioren ein internetfähiger Computer mit einem bedienungsfreundlichen und berührungssensiblen Bildschirm zur Verfügung gestellt. Die Besonderheit der eingesetzten Technik ist, dass sie Veränderungen in den Lebensaktivitäten der Senioren erkennen kann. So sollen Hilflosigkeitssituationen und schleichende Prozesse, denen bestimmte Erkrankungen und Einschränkungen zugrunde liegen können, durch die eigens entwickelte und eingesetzte Technologie erkannt werden. Kameras kommen dabei nicht zum Einsatz.
Rolf van Lengen vom Fraunhofer-Institut IESE in Kaiserslautern weist darauf hin, dass „die Senioren für die Projektteilnahme nicht besonders technikinteressiert sein müssen, denn die Technik ist bedienungsfreundlich und die Senioren werden auch eigens geschult“. Bisherige Aufrufe und Informationsveranstaltungen in der Region haben bereits eine gute Resonanz gezeigt.

Anne Gebert, Tel: (0221) 46861-55; a.gebert@dip.de

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