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Kritik an Ärztegebaren aus eigenen Reihen

Der Streikkurs der Ton angebenden Ärzteverbände stößt nicht nur bei den Krankenkassen, sondern auch bei Teilen der Ärzteschaft auf Kritik. So rief der Vorsitzende des Vereins Demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Wulf Dietrich, die protestierenden Mediziner dazu auf, ihren harschen Tonfall zu mäßigen, den er als „peinlich“ empfindet. Dass ein Berufsstand, der insgesamt gut verdient, sich so aufführt, ist schädlich für die gesamte Ärzteschaft“, sagte Dietrich der Nachrichtenagentur dpa. Praxisschließungen und Streiks erteilte er eine Absage. Die ungerechte Verteilung der Honorarsumme unter den Arztgruppen sei „ein innerärztliches Problem, das nichts mit den Krankenkassen zu tun hat“.


Dietrich hält die aufgeheizte Stimmung für „funktionärsgesteuert“, wenngleich es auch berechtigten Unmut über das Abrechnungssystem gebe. So sei es etwa absurd, dass ein Hausarzt für eine Behandlung 20 Euro bekomme, auf der anderen Seite aber bis zu 40 Euro für das Ausschreiben eines Rezeptes. „Es braucht ein vernünftig pauschaliertes System mit Leistungselementen“, so Dietrich.

Eine nicht repräsentative Mini-Umfrage der „Ärzte Zeitung“ lässt unterdessen am Rückhalt der Ärzte für die Forderungen ihrer Funktionäre zweifeln. Für gestern hatte die Allianz deutscher Ärzteverbände dazu aufgefordert, die Praxishelferinnen nach Hause zu schicken. Auf Nachfrage in 32 zufällig ausgewählten Haus- und Facharztpraxen waren sämtliche Medizinischen Fachangestellten aber wie gewohnt im Dienst, lediglich sechs Praxen gaben an, Kenntnis von der Aktion zu haben. Ein Sprecher des NAV-Virchowbundes sagte der Zeitung, es handele sich um ein Missverständnis. Die Protestaktion solle ab sofort jeden Mittwoch stattfinden, die Schwerpunktveranstaltung aber erst am kommenden Mittwoch.

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