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Konsequenzen aus Transplantationsskandal

Als Konsequenz aus dem Organspendeskandal an den Universitätsklinika Göttingen und Regensburg sollen sämtliche Transplantationszentren in Deutschland in den kommenden Monaten überprüft werden. Das kündigte der Vorsitzende der zuständigen Prüfungs- und Überwachungskommission der Bundesärztekammer Lippert am Freitag in einer Sitzung des Gesundheitsausschusses des Bundestags an. Zudem erklärten Vertreter der betroffenen Länder Niedersachsen und Bayern, dass nach der Aufarbeitung der Manipulationsfälle organisatorische Änderungen vorgenommen worden seien und künftig verstärkt auf die Einhaltung von Maßnahmen wie dem Sechs-Augen-Prinzip oder interdisziplinären Transplantationskonferenzen geachtet werden solle. Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums und der Länder sollen zudem künftig ein Sitz- und Stimmrecht in Beratungen der Deutschen Transplantationsgesellschaft haben, wie der Präsident der Gesellschaft ankündigte.

Im Juli vergangenen Jahres hatte ein anonymer Hinweis bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation Ermittlungen in Gang gesetzt, die zur Entdeckung des Transplantationsskandals um den ehemaligen Leiter der Transplantationschirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen geführt hatten. Der im November 2011 suspendierte Mediziner soll in den Jahren 2008 bis 2011 Krankenakten manipuliert haben, um seinen Patienten schneller neue Organe beschaffen zu können. Bereits 2005 war gegen denselben Arzt ermittelt worden, damals wegen Verdachtsfällen an der Universitätsklinik Regensburg. Das damalige Verfahren war jedoch eingestellt worden.

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warf den zuständigen Behörden am Freitag in der Sitzung des Gesundheitsausschusses  Versagen vor. „Wenn in Regensburg angemessen auf die Vorwürfe reagiert worden wäre, hätte es den Skandal in Göttingen nicht gegeben“, sagte Montgomery.

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