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Bündnis fordert strikten Nichtraucherschutz in NRW

Weil Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich zusammen mit Bremen das Schlusslicht in Sachen Nichtraucherschutz sei, haben Gesundheitsverbände und Ärzte im Land einen strikteren Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens gefordert. Angesichts der Beratungen im Gesundheitsausschuss über einen Gesetzentwurf der Landesregierung appellierten die Deutsche Krebshilfe, die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die Deutsche Herzstiftung an die Abgeordneten, die vorgelegte Neufassung des Nichtraucherschutzgesetzes ohne Änderungen zu beschließen.

Gegenwärtig würde noch in über 80 Prozent der Kneipen und Bars im Land geraucht sowie bei Brauchtums- und Festveranstaltungen, selbst in Anwesenheit von Kindern, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe Gerd Nettekoven gestern auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Grund dafür seien die vielen Ausnahmen und Schlupflöcher, die das derzeit geltende Landesgesetz zulasse. „Wir konnten kürzlich in einer Studie zeigen, dass Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie zum Rückgang von Herzinfarkten und ihren Vorstufen führen“, sagte Prof. Helmut Gohlke, Vorstand der Deutschen Herzstiftung und Mitglied des Aktionsbündnisses Nichtrauchen. Diesen Trend belegten auch weltweite Untersuchungen. „wir möchten daher an die Verantwortlichen appellieren, konsequente Nichtraucherschutzgesetze wie in Bayern einzuführen.“ So könne die Gesundheit der Bevölkerung effektiv geschützt werden. Zudem zitierte Nettekoven eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums, laut der es in Bayern auch nicht zu den befürchteten Umsatzeinbußen in der Gastronomie gekommen sei.

Experten führen ein Drittel aller Krebserkrankungen in Detuschland auf Tabakkonsum zurück. 110.000 Menschen stürben jedes Jahr an den Folgen des Rauchens. 3.300 Nichtraucher würden den Gefahren des Passivrauchens ausgesetzt.

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