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DGKH schlägt Legionellen-Alarm

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hat eindringlich vor den Folgen der geplanten Änderung der Trinkwasserverordnung gewarnt, die der Bundesrat bereits an diesem Freitag bestätigen soll. Der vom Bundegesundheitsministerium erarbeitete Entwurf sehe vor, das Intervall für die Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen künftig ohne Einschränkung auf drei Jahre anzuheben, um die jährlichen Kosten für die Prüfung der geschätzten zwei Millionen Anlagen und die größeren Wohngebäude in Deutschland um zwei Drittel senken zu können. 340 Millionen Euro sollten so in drei Jahren eingespart werden. „Um Wohnungsbaugesellschaften und Vermietern die lächerliche Summe von 255 Euro pro Jahr und Objekt zu ersparen“, solle eine Präventionsmaßnahme gestrichen werden, von der rund die Hälfte aller Bundesbürger betroffen seien.

Bis zu 30.000 Menschen erkrankten nach offiziellen Zahlen jedes Jahr in Deutschland an einer durch Legionellen verursachten Lungenentzündung, bis zu 3.000 Patienten verstarben. Weil trotz der gesetzlichen Meldepflicht nur etwa zwei bis vier Prozent aller Fälle gemeldet würden, liege die tatsächliche Zahl der Erkrankungen aber um ein Vielfaches höher. „Die mikrobiologische Untersuchung von Trinkwasserinstallationssystemen auf Legionellen ist das einzige Verfahren, um Risiken für die Bevölkerung durch Legionellen zu erkennen und zu beseitigen bevor Infektionen durch Legionellen auftreten“, hieß es in einer heute versandten Mitteilung der DGKH. Die Gesellschaft fordert, dass die in der Trinkwasserverordnung vom November 2011 festgeschriebenen Anforderungen zur Untersuchungspflicht und der Intervalle beibehalten werden.

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