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Experte kritisiert Hygiene-Weiterbildung

Zu wenig Hygiene-Ärzte, ungenügend qualifiziertes Personal und immer mehr resistente Keime – darauf führt der Leiter der Krankenhaushygiene am Uniklinikum Essen Walter Popp die steigende Zahl der Ausbrüche von Infektionen in deutschen Krankenhäusern zurück. Popp, der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene ist, kritisierte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ zudem den Personalabbau in den Kliniken. „Wenn sich auf einer Intensivstation eine Pflegerin um drei Patienten kümmern muss, dann bleibt vielleicht nicht immer die Zeit, den Kittel zu wechseln oder die Hände zu desinfizieren“. Dies leiste ebenso wie die Streichung von Stellen in der Reinigung dem Ausbruch von Infektionskrankheiten Vorschub.

Laut Popp hat die Zahl der Infektionsausbrüche vor allem in den letzten Jahren rapide zugenommen. „Allein in den zurückliegenden ein, zwei Jahren gibt es immer mehr infektionsbedingte Erkrankungen.“ Neben der steigenden Zahl resistenter Erreger sieht er auch in der unzureichenden Qualifikation vieler Mediziner einen Grund für diesen Trend. Sie erhielten in der Regel eine 40-stündige Weiterbildung, „ein Kompromiss aus dem, was machbar ist, und dem, was sein sollte“, aber nicht das, was man gründlich nennen könne. Von den spezialisierten Hygiene-Ärzten, die in Häusern mit mehr als 400 Betten gesetzlich vorgeschrieben sind, gebe es aktuell gerade einmal 300. „400 solcher Ärzte fehlen“, so Popp.

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