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Brysch fordert weniger Transplantationszentren

Dem Geschäftsführenden Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung Eugen Brysch geht die Reaktion der Politik auf die jüngsten Skandale an mehreren Transplantationszentren in Deutschland nicht weit genug. Um mehr Sicherheit und Qualität zu gewährleisten, müsste die Zahl der Zentren reduziert werden, sagte er dem heute erschienenen Branchenjournal „Die GesundheitsWirtschaft“. Zudem kritisierte er, dass der Gesetzgeber „die Chance für eine grundlegende und dringend notwendige Reform des Transplantationsgesetzes (TPG)“ erneut vergeben habe. Weder im Zuge der Verabschiedung des TPG 1997 noch mit der Einführung der Entscheidungslösung in diesem Jahr oder der Umsetzung einer EU-Richtlinie sei darüber nachgedacht worden, ob die Verteilung von Spenderorganen wirklich privaten Akteuren überlassen werden sollte. Brysch hält es für die Aufgabe des Staates, Organverteilungsrichtlinien aufzustellen, Vermittlungsentscheidung zu treffen und den gesamten Organspendeprozess zu kontrollieren.

Der Forderung nach weniger Transplantationszentren stimmt auch die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zu. Auf Anfrage bestätigte der Medizinische Vorstand Günter Kirste der „GesundheitsWirtschaft“, er halte die derzeitige Zahl der Transplantationszentren in Deutschland für viel zu hoch. Aktuell gibt es für die rund 81 Millionen Einwohner Deutschlands nach DSO-Angaben 27 Zentren für Herz- und 24 für Lebertransplantationen. Eine aktuelle Bedarfskalkulation gebe es nicht, lediglich ein Gutachten aus den 1980er-Jahren für Baden-Württemberg. Darin seien pro zehn Millionen Einwohner je zwei Zentren für Herz und Leber empfohlen worden.

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