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Hunderte Pflegende demonstrierten in Dresden

Bei strahlendem Sonnenschein, mit gute Laune und vielen Transparenten demonstrierten am Donnerstag rund 1000 Pflegende in Dresden. Ziel war es, auf die zunehmend kritischen Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen hinzuweisen. Aufgerufen hatte zu diesem zweiten Aktionstag in Dresden ein breites Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, dem Sächsischen Pflegerat, Parteien, Selbsthilfegruppen, Gewerkschaften sowie Trägern von Pflegeeinrichtungen. Unter dem Motto „Pflege braucht Zeit“ forderten die Teilnehmer Verbesserungen im Pflegesektor. Hauptsächlich wurde die Anhebung der Vergütungen von Pflegeleistungen, Maßnahmen für eine bessere Personalausstattung, ein deutlicher Bürokratieabbau sowie breitere Unterstützung für pflegende Angehörige gefordert.
Der Demonstrationszug zog vom Albertplatz, vorbei am Sozialministerium bis zum Landtag durch die Dresdner Innenstadt und legte diese zeitweise den Verkehr lahm. Vor dem Landtag fand eine Abschlusskundgebung statt auf der Pflegefachkräfte, Auszubildende sowie pflegende Angehörige sprachen. Im Landtag lief gleichzeitig eine Landtagsdebatte zum Thema Pflege. Die gesundheitspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen und die Staatsministerin Christine Clauß kamen zu den Demonstranten vor den Landtag, um dort Fragen zu beantworten. Frau Clauß sprach zu den Demonstranten, von dem anfänglichen Applaus blieb allerdings im Laufe ihrer Rede nicht viel übrig. Besonders der Vergleich der Arbeit von Pflegenden mit Flugbegleitern sorgte für Kopfschütteln und Buhrufe. Offensichtlich ist Frau Clauß, die selber Krankenschwester ist, die aktuelle Belastung von beruflich Pflegenden genauso fremd wie der Lebensalltag von pflegenden Angehörigen. Ironisch könnte man meinen, dass sie die Forderung der Demonstranten nach einer Mindestbesetzung für Krankenhäuser und Pflegeheime mit ihrem unpassenden Vergleich unterstützen wollte. In der zivilen Luftfahrt gelten Mindestbesetzungen für Flugbegleiter nämlich schon länger als sinnvolle Qualitätssicherungsmaßnahme.

Hier gelangen Sie zur Homepage des Aktionstags.

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