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KDA warnt vor Panikmache

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat anlässlich der am Wochenende bekannt gewordenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Finanzsituation pflegebedürftiger Senioren vor Panikmache gewarnt. Niemand müsse befürchten, nicht versorgt zu werden, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums Jürgen Gohde heute in Köln. Allerdings gebe es dringend zu lösende Probleme, die eine gründliche Reform notwendig machten.

Die „Welt am Sonntag“ hatte vorgestern unter Bezug auf bislang unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes gemeldet, dass immer mehr Senioren in Deutschland nicht genügend Geld für eine angemessene Pflege hätten und auf staatliche Unterstützung angewiesen seien. 2010 hätten rund fünf Prozent mehr Menschen eine pflegebezogene Sozialhilfe erhalten als noch ein Jahr zuvor. Zudem lebe eine steigende Zahl von Deutschen aus Kostengründen in ausländischen Altenheimen, wo die Versorgung aufgrund niedrigerer Arbeitskosten günstiger sei. Sozialversicherungsexperten bezeichneten die Übersiedlung deutscher Senioren in ausländische Altenheime darum bereits als ernsthafte Alternativen zu den Versuchen ausländische Pflegekräfte für hiesige Heime zu gewinnen. Der KDA lehnt dies entschieden ab.

„Die Abschiebung alter Menschen in andere europäische Länder heißen wir nicht gut“, so Gohde. Sie lenke davon ab, dass Probleme im eigenen Land zu lösen seien, wie die Verbesserung der Infrastruktur auf kommunaler Ebene, die Einführung eines ganzheitlichen, neuen Pflegebegriffs und die Sicherung der Finanzierung von ausreichend gut qualifiziertem Fachpersonal. Auch müssten verstärkt Alternativen zur stationären Unterbringung gesucht werden, auch um dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Alter Rechnung zu tragen. „Es ist Zeit für eine gründliche Reform; sie wird nicht weniger, sondern mehr Mittel erfordern“, so Gohde.

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