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Bedarfszahlen der Bertelsmannstudie zu undifferenziert

Die von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Bedarfszahlen umfassen offensichtlich, ohne dies allerdings zu benennen, alle Berufsgruppen, die in der Altenpflege tätig sind – von der Putzfrau bis zur Altenpflegerin mit dreijähriger Ausbildung. Darauf weist das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), ein Zentrum der Goethe Universität in Frankfurt am Main, hin und plädiert deshalb für eine differenzierte Betrachtung, die für die vor Ort handelnden Akteure realistische Bedarfsplanungen in den unterschiedlichen Berufsgruppen ermöglicht.

Bereits seit zehn Jahren führt das IWAK Monitorings der kommunalen Pflegearbeitsmärkte in Hessen und Rheinland-Pfalz durch. Dabei werden Daten zur aktuellen und zukünftigen Arbeitsmarktlage in enger Rückkoppelung mit den Akteuren aus dem Feld generiert und in einem gemeinsamen Diskurs interpretiert. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert, sodass vor Ort kontinuierlich verfolgt werden kann, zu welchen Ergebnissen die Anstrengungen zur Verbesserung der Pflegekräftesituation führen. In den Pflegemonitoren werden Einzelberufe abgebildet, damit direkt die passgenauen Qualifizierungsbedarfe vor Ort sichtbar und handlungsleitend werden können.

Im Hessischen Pflegemonitor wird beispielsweise für das Jahr 2025 ein zusätzlicher Bedarf von 3.355 Altenpfleger/innen und 2.133 Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in Vollzeit für Hessen ausgewiesen. Diesen im Vergleich zu heute im Jahr 2025 zusätzlich benötigten 5.488 Pflegefachkräften stehen in der Studie der Bertelsmann-Stiftung ein undifferenzierter Erweiterungsbedarf von 21.589 Vollzeitstellen im Jahr 2030 gegenüber.
Die Ergebnisse aus dem rheinland-pfälzischen Landesleitprojekt „Fachkräftesicherung in den Gesundheitsfachberufen“ sind unter iwak-frankfurt.de/projansprech/Gesundheitsfachberufe.htm zugänglich.

Weitere Informationen zum Hessischen Pflegemonitor können unter www.hessischer-pflegemonitor.de abgerufen werden.

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