Passwort vergessen
  • News

KGNW verabschiedet Resolution zur Klinikfinanzierung

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hat auf ihrer Mitgliederversammlung eine Resolution verabschiedet. Einstimmig fordern die rund 400 Kliniken im Land darin eine nachhaltige und verlässliche Krankenhausfinanzierung sowie kurzfristige Soforthilfen. Andernfalls sie die qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung in NRW massiv bedroht. „Im Kern müssen die Krankenhäuser von der Politik in die Lage versetzt werden, ohne die Erbringung von Mehrleistungen tariflich gebundene Gehälter an ihre Beschäftigten zahlen zu können ohne negative Jahresabschlüsse hinnehmen zu müssen“, sagte KGNW-Präsident Hans Rossels.

Rund die Hälfte der Krankenhäuser rechneten für das laufende Jahr mit roten Zahlen, die Kostensteigerungen beliefen sich erneut auf ein Plus von mindestens 3,5 bis vier Prozent. Refinanziert würden davon aber nur zwei Prozent. „Ohne Hilfe des Gesetzgebers laufen die Krankenhäuser im nächsten Jahr in eine Finanzierungskatastrophe“, so Rossels. Er forderte eine Soforthilfe für die Tarifsteigerungen. Die Abschlüsse erlaubten den Beschäftigten an der wirtschaftlichen Entwicklung und am Aufschwung teilzuhaben, aber sie machten auch rund 60 Prozent der Kosten in den Krankenhäusern aus und stellten so eine enorme finanzielle Belastung dar. Allein in diesem Jahr betrage die Finanzierungslücke im Personalkostenbereich der Kliniken in NRW noch 225 Millionen Euro, trotz der von der Politik gewährten Tarifausgleichsrate von rund 70 Millionen Euro. Die Folge der mangelhaften Refinanzierung führe zu Einstellungsstopps, Entlassungen, weiterer Arbeitsverdichtung und im Ergebnis zu weniger zeit für die Patienten.

Hinzu kämen ebenfalls steigende Prämien für die Haftpflichtversicherung und Energiekosten. Als wesentliches Element der Daseinsvorsorge sollten die Häuser zudem wie Verkehrsunternehmen und Abfallentsorger von den Netzentgelten befreit werden. Beendet werden müssten insbesondere auch die zur Sanierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) installierten Kürzungen in Form von 25-prozentigen Mehrleistungsabschlägen, die angesichts der Überschüsse im GKV-System hinfällig seien.

Auf Landesebene kritisierten die KGNW-Mitglieder darüber hinaus die unzureichende Investitionsfinanzierung. Die Länder starteten begrüßenswerte Bundesratsinitiativen und forderten die Bundesregierung zu einer besseren finanziellen Ausstattung der Kliniken auf, während die Kliniken sich im Zangengriff aus Vergütungskürzungen durch den Bund und den Investitionskürzungen durch das Land befänden. „Die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter haben im Namen der zu versorgenden Patientinnen und Patienten kein Verständnis mehr für dieses Schwarze-Peter-Spiel“, sagte Rossels.

Unsere Zeitschriften


DIE SCHWESTER DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester Der Pfleger -
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Pflegen­Intensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten