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Hessen gewinnt spanische Pflegekräfte

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat eine positive Bilanz der Mitte November in Madrid veranstalteten Jobbörse „Gesundheitswesen“ gezogen. 190 hervorragend ausgebildete Pflegekräfte hätten in Spanien angesprochen und für Vorstellungsgespräche bei 32 Arbeitgebern in Hessen vermittelt werden können. Elf Arbeitsverträge seien bereits unterschriftsreif, 63 Bewerber stünden in engem Kontakt mit Arbeitgebern, 23 Personen würden in Einrichtungen hospitieren, um so das Arbeitsumfeld erst einmal besser kennenzulernen. Damit hätten die Initiatoren des Modellprojektes, neben dem Sozialministerium die Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), die Liga der freien Wohlfahrtspflege und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, gemeinsam mit den Partnern in der Region Madrid gezeigt, „dass es möglich ist, mit der gezielten Anwerbung von Pflegefachkräften aus Spanien eine gewinnbringende Situation für alle Beteiligten zu schaffen“, sagte Grüttner gestern Nachmittag in Wiesbaden.

Als besonderen Aspekt der Zusammenarbeit hob der Minister die Sprachförderung hervor: „Gute Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um als Fachkraft in der hessischen Altenpflege arbeiten zu können. Diese müssen auch den berufsspezifischen Anforderungen entsprechen.“ Die Regierung der autonomen Gemeinschaft Madrid habe sich daher bereit erklärt, eine erste Lernstufe bereits in Spanien zu finanzieren, so dass die künftigen hessischen Pflegerinnen und Pfleger Grundkenntnisse der deutschen Sprache mitbrächten, wenn Sie 2013 nach Hessen kämen. In den ersten Monaten würden sie als Hilfskräfte beschäftigt, mit einem weiteren berufsbegleitenden Deutschkurs mit insgesamt 320 Stunden und einer abschließenden Sprachprüfung.

„In unseren Mitgliedseinrichtungen wird gerade an einer echten Willkommenskultur für die neuen Kolleginnen und Kollegen aus Spanien gearbeitet", sagte bpa-Landeschef Jochen Rindfleisch-Jantzon. Wohnungen und Sprachkurse seien bereits vorbereitet, spanische Kulturvereine sollten eingebunden werden und die Teams in den Häusern freuten sich auf die Verstärkung.

„Das hessische Beispiel zeigt: Wenn alle Akteure gemeinsam an einem Ziel arbeiten, steht am Ende der Erfolg“, so Grüttner. Die Aktion sei ein Gewinn für alle Beteiligten, weil durch die Anwerbung spanischer Pflegekräfte ein Beitrag zur Reduzierung des Fachkräftebedarfs in den hessischen Pflegeeinrichtungen erzielt werde und gleichzeitig arbeitslose spanische Pflegekräfte einen Arbeitsplatz erhielten.

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