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Gesundheitsexperten einigen sich auf Präventionsstrategie

Die Gesundheitsexperten der schwarz-gelben Koalition haben sich gestern Abend auf Eckpunkte für eine Präventionsstrategie geeinigt. Wie der gesundheitspolitische Sprecher der Union Jens Spahn (CDU) dem „Tagesspiegel“ sagte, sollen die Krankenkassen danach künftig jedes Jahr mindestens sechs Euro pro Versicherten für die Prävention ausgeben. Zwei Euro sollen in die betriebliche Gesundheitsförderung fließen, ein Euro in Schulen, Kindergärten, Vereine und Kieze investiert werden, und 50 Cent an die Bundeszentrale für politische Aufklärung gehen, deren Etat für die Präventionsarbeit sich so verdreifachen würde. „Insgesamt fließen so 420 Millionen Euro originär in die Prävention“, sagte Spahn. Das sei deutlich mehr als bisher. 
 
Nach dem Willen der Gesundheitsexperten sollen die Kassen dabei vor allem auf qualitätsorientierte Angebote setzen. Bisher schauten sie zu sehr auf Marketingeffekte. „Da wird dann der Koch- und Yogakurs beworben, und erreicht werden nur die Versicherten, die ohnehin schon gesundheitsbewusst leben“, so Spahn. Jenseits der großen Rhetorik sei die Prävention vielerorts immer noch nur ein Nischenthema. Ein weiterer Schwerpunkt soll die betriebliche Gesundheitsförderung sein. Um auch kleinere Unternehmen zu erreichen, sollen die Handelskammern beim Aufbau von Angeboten helfen. Gleichzeitig müsse den Betrieben bewusst gemacht werden, dass sich Investitionen in die Gesundheitsvorsorge ihrer Mitarbeiter bezahlt machten und in ihrem ureigenen Interesse lägen. Der Fraktionsvize der Unionsparteien Johannes Singhammer (CSU) bezeichnete die Präventionsstrategie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa als einen „Quantensprung für mehr Investitionen in Gesundheit statt in die Therapie von Krankheiten“.

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