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DKI-Studie zu Mengenausweitungen veröffentlicht

Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) hat heute seine Studie zu den Mengenausweitungen in den Kliniken veröffentlicht. Danach lässt sich der insbesondere in den letzten Jahren beobachtete überproportionale Anstieg von Fallzahlen und Case-Mix teilweise mit der demografischen Entwicklung erklären, teilweise lägen andere Ursachen vor. Der pauschale und undifferenzierte Vorwurf von Krankenkassen und Fachöffentlichkeit, dass vor allem viele Operationen aus wirtschaftlichen statt medizinischen Gründen vorgenommen würden, hielte einer kritischen Prüfung hingegen nicht statt, so das Fazit der Autoren.

So sei der Anteil der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für die stationäre Behandlung an den Gesamtausgaben in den Jahren 2004 bis 2011 nicht gestiegen, sondern im Gegenteil sogar gesunken. Auch zeige sich für fallzahlstarke virtuelle Basis-DRG, dass vor allem die demografische Komponente fallzahlsteigernd wirke, während sonstige Einflussfaktoren zu einer Senkung beitrügen. Zudem seien Leistungsausweitungen mit Innovationen verbunden, die neue Behandlungsoptionen eröffneten, was erweiterte Indikationen bedeute, geringere Risiken, bessere Ergebnisse und eine gesteigerte Lebensqualität.

Kliniken könnten ihre Leistungsmengen darüber hinaus gar nicht autonom steuern, da Patienten entweder als Notfälle eingeliefert oder von niedergelassenen Ärzten eingewiesen würden und ihre explizite Zustimmung zu Eingriffen erteilen müssten. Das Mehr-Augen-Prinzip im Krankenhaus sowie die Überprüfung der Indikationsstellung im Rahmen der externen Qualitätssicherung sprächen ebenfalls gegen medizinisch nicht notwendige Eingriffe, die Mehrleistungsabschläge von bis zu 30 Prozent weiter gegen eine wirtschaftliche Motivation von Mengensteigerungen. „Die Mengenexpansion ist daher primär nicht ökonomisch, sondern multikausal zu erklären“, heißt es in der Studie. „Eine einseitige Reduktion der Mengenexpansion auf ökonomische Motive und Anreize greift insofern eindeutig zu kurz und ist empirisch nicht nachzuweisen.“

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