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Mehrzahl der Kliniken in Niedersachsen drohen Verluste

Die Niedersächsische Allianz für Krankenhäuser hat Alarm geschlagen: Nach aktuellen Umfragen schrieben mehr als die Hälfte der Kliniken im Land 2012 rote Zahlen, und auch für das laufende Jahr zeichneten sich bei mehr als zwei Drittel aller Häuser Verluste ab. Vor diesem Hintergrund fordert der erst vor gut zwei Monaten gegründete Zusammenschluss von Krankenhausgesellschaft, Ärzte-, Pflege-, Wohlfahrts- und Kirchenverbänden, Gewerkschaften und kommunalen Spitzenverbänden in Niedersachsen endlich nachhaltige Veränderungen. „Es muss eine echte Reform der Krankenhausfinanzierung geben“, heißt es in einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Allianzpartner. Zudem müsse noch für das laufende Jahr eine Gesetzesänderung her, mit der die immer weiter klaffende Finanzierungslücke aus Kostenanstieg und Ausgabendeckelung geschlossen werden könne.

Damit das Netzwerk hochwertiger Krankenhausversorgung nicht gegen die Wand fahre, sei ein Umdenken besonders in der Politik aber auch in der Gesellschaft erforderlich. Dazu gehört aus Sicht der Allianz vor allem die Anerkennung und angemessene Würdigung der enormen Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser und ihrer hoch qualifizierten Beschäftigten. Unreflektiertes Kostendrücken nach einer „Geiz-ist-geil-Mentalität“ fände hingegen gerade auf dem Rücken dieser Beschäftigten wie auch der Patienten statt. „Die Allianz erwartet, dass alle Politiker in Bund und Ländern sich dieses Problems annehmen und sofort ein entsprechendes Gesetzesvorhaben auf den Weg bringen und verabschieden.“

Ebenfalls gestern veröffentlicht wurden die von der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) ermittelten aktuellen Zahlen zur wirtschaftlichen Situation und Beschäftigungsentwicklung in den Kliniken, der NKG-Indikator 2012. Er beruht auf Angaben und Einschätzungen der Geschäftsführungen im Frühjahr und Herbst des vergangenen Jahres. Daraus ergibt sich ein eindeutiger Negativtrend: Erreichten 2010 bereits nur noch 49,6 Prozent der Kliniken positive Jahresabschlüsse, waren es 2011 nur noch 38,6 Prozent. Verluste verzeichneten 2010 rund 32 Prozent, 2011 waren es 43 Prozent. Für 2013 rechneten nur noch gut 20 Prozent mit positiven Ergebnissen und zeichneten sich bereits bei rund 69 Prozent Verluste ab.

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