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Pflegewissenschaftlerinnen mit Cäcilia Schwarz Preis ausgezeichnet

Für ihre Dissertationen zum Thema „Verstehende Diagnostik in der Versorgung von Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten in Einrichtungen der stationären Altenhilfe“ sind die Pflegewissenschaftlerinnen Daniela Holle und Margareta Halek vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit dem Cäcilia Schwarz Preis für Innovationen in der Altenhilfe ausgezeichnet worden. Beide promovierten am Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke unter Betreuung von Sabine Bartholomeyczik, Professorin und Lehrstuhlinhaberin "Epidemiologie-Pflegewissenschaft".

Halek, gelernte Altenpflegerin, Master of Science in Nursing und seit September 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Epidemiologie, entwickelte in ihrer Dissertation das „Innovative Demenzorientierte Assessmentsystem (IdA)“. Es beinhaltet einen Gesprächs- und Denkleitfaden, mit dem Pflegende in stationären Einrichtungen der Altenhilfe die Auslöser und Gründe für das oftmals unverstandene und meist als herausfordernd erlebte Verhalten von Menschen mit Demenz hinterfragen können.

Holle, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DZNE und seit 2009 Leiterin der Arbeitsgruppe Versorgungsintervention untersuchte im Anschluss daran in ihrer Dissertation die Umsetzung des Assessments IdA in demenzspezifischen Fallbesprechungen in 18 verschiedenen Altenheimen in Nordrhein-Westfalen. Nach einer 9-monatigen Erprobungsphase konnte sie aufzeigen, dass sich das herausfordernde Verhalten der Menschen mit Demenz deutlich reduzierte, während die Lebensqualität stabil blieb. Pflegende fühlten sich nach der Durchführung der Intervention weniger belastet im Umgang mit herausforderndem Verhalten ihrer Bewohner mit Demenz.

Mit dem Preis mit 5.000 Euro dotierten Cäcilia Schwarz Preis  zeichnet der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. alle drei Jahre herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die innovative Konzepte und Erkenntnisse darstellen, mit denen älteren Menschen für lange Zeit ein hohes Maß an selbstständiger Lebensweise ermöglicht werden kann.

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