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„Wer anschafft, soll auch zahlen"

„Wer anschafft, soll auch zahlen“, fordert Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), im Interview mit dem Fachportal Station24. Der Vertreter der deutschen Kliniken kritisiert, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) häufig mit den Stimmen der Krankenkassen Vorgaben beschließe – etwa bei der Ausstattung bestimmter Einrichtungen mit Pflegepersonal –, die die Krankenhäuser dann einhalten müssten, ohne eine entsprechende Vergütung von den Kassen zu bekommen.

Baum: „Wenn der G-BA und die Krankenkassen Vorgaben machen, dann sollen sie auch für eine entsprechende Finanzierung sorgen. Das muss gesetzlich klar geregelt werden.“ Zuletzt hat der G-BA eine deutliche Erhöhung des Personalschlüssels auf Intensivstationen für Frühgeborene beschlossen. Dies könne zur Schließung von Perinatalzentren führen, auch in Regionen, wo diese nötig seien, warnt Baum. „Qualitätsvorgaben eignen sich grundsätzlich nicht als Ersatz für Krankenhausplanung“, so der DKG-Hauptgeschäftsführer.

Die DKG weist darauf hin, dass es bei Kinderintensiv- und Intensivpflegekräften längst gravierende Personalmängel gebe. „Hier bewegen wir uns sogar auf einen deutschlandweiten Pflegenotstand zu“, sagt Baum. Insgesamt gebe es in der Pflege in Deutschland 7.000 offene Stellen. „Hinzu kommen Stellen, die eigentlich gebraucht, aber nicht bezahlt werden können“, sagt Baum. Er wolle aber nicht so weit wie die Gewerkschaft Verdi gehen, die von 70.000 fehlenden Vollkräften ausgehe.

Das Interview mit Georg Baum im kompletten Wortlaut ist auch in der nächsten Ausgabe des Fachmagazins „f&w – führen und wirtschaften im Krankenhaus“ zu lesen, die ab Anfang August erhältlich ist.

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