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Schweitzer konkretisiert Pläne für Gesundheit und Pflege

In Rheinland-Pfalz sollen künftig mehr Pflegekräfte ausgebildet, die Rahmenbedingungen für den Pflegeberuf verbessert und neue Versorgungsmodelle entwickelt werden. Das hat Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) in einem Gespräch mit dem „Pfälzischen Merkur“ in Aussicht gestellt. Auch die Übertragung ärztlicher Aufgaben an Pflegende steht wieder im Raum. Damit nimmt auch das im Frühsommer angekündigte Projekt „Gesundheit und Pflege 2020“ Konturen an, mit dem Schweitzer die ärztliche und pflegerische Versorgung vor allem in ländlichen Regionen sicherstellen will.

„Gesundheit und Pflege 2020 ist eines der zentralen sozialen Zukunftsthemen in einer immer älter werdenden Gesellschaft“, sagte Schweitzer der Zeitung. Das Projekt werde in seinem Ministerium gerade erarbeitet. Als Eckpfeiler nannte er zum einen die Fachkräftesicherung. Um 10 Prozent müssten die Ausbildungszahlen jedes Jahr gesteigert werden. Daneben sollen mehr Hilfskräfte qualifiziert, Berufsrückkehrer leichter wieder einsteigen können und gleichzeitig Fachkräfte im Ausland rekrutiert werden. „Hier setzen wir auf kontrollierte Zuwanderung – insbesondere aus Europa.“ Allerdings müsse dem Beherrschen der deutschen Sprache ein hoher Stellenwert zukommen. „Der Gepflegte hat Anspruch auf eine Pflegekraft, die ihn versteht.“

Damit all das Früchte tragen kann, muss aus Sicht des Ministers aber auch die Attraktivität des Beschäftigungsfeldes erhöht, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. „Unseren Statistiken zufolge sind Pflegekräfte nur rund zehn Jahre im Beruf tätig.“ Hier schweben ihm neue Arbeitszeitmodelle vor, aber auch die Ausweitung der Aufgabengebiete. „Wir denken auch über die Übertragung ärztlicher Aufgaben auf andere Berufsgruppen sowie eine fachübergreifende Zusammenarbeit von Gesundheitsberufen nach“, so Schweitzer.

Aufbrechen will Schweitzer auch die klassischen Versorgungsstrukturen: um die älter werdenden Menschen in den ländlichen Regionen trotz steigender Pflegebedürftigkeit bei gleichzeitigem Ärzteschwund gut versorgen zu können. „Wir brauchen angepasste medizinische und pflegerische Dienstleistungsangebote“, sagte er der Zeitung. Die will er mit neuen Versorgungsmodellen vorantreiben, etwa in Sachen Telemedizin. Voraussetzung dafür sei aber wiederum der Ausbau der entsprechenden telematischen Strukturen, wozu auch leistungsstarke Internetanbindungen in diesen Regionen gehörten.

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