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SPD pocht auf Pflegereform

Die Sozialdemokraten pochen auf eine Reform der Pflegeausbildung und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege. Auf der SPD-Konferenz „Mehr Zeit für Zuwendung! Wir für gute Arbeit in der Pflege“ in Leipzig forderte SPD-Chef Sigmar Gabriel gestern neben Personalmindeststandards und einem einheitlichen Tarifvertrag, der auch für Caritas, Diakonie und Arbeiterwohlfahrt gelten solle, die Einführung einer generalistischen Ausbildung. Dabei sollten Auszubildende der bisherigen drei Berufsbilder zum Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger zunächst gemeinsam ausgebildet werden. In den letzten ein bis eineinhalb Jahren solle dann eine jeweilige Spezialisierung erfolgen, erklärte Gabriel die Vorstellungen der SPD. Weitere Details nannte der SPD-Chef im Audio-Kurzinterview des Fachportals Station24 am Rande der Veranstaltung. Die Pflege müsse unter das Dach des Berufsbildungsgesetzes, forderte er.

Heftige Kritik übte Gabriel an Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Dieser betreibe Klientelpolitik für die Private Krankenversicherung (PKV), wohl weil diese der größte Spender der FDP sei. Bahr habe auch nicht verhindert, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Milliarde Euro aus der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Haushaltssanierung verwendet habe. Damit hätten die Kliniken die Tariflohnsteigerungen finanzieren können, so Gabriel. „Ich komme aus einer Familie, in der alle in Pflegeberufen arbeiten, kenne also die Probleme“, sagte er weiter. In den vergangenen Tagen habe er mit zahlreichen Pflegekräften und Pflegebedürftigen gesprochen, so Gabriel. Das habe ihm als fachfremden Politiker die Probleme nochmals deutlich vor Augen geführt.

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