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Die Woche im Rückblick: Verzweiflung und Foltervorwürfe

„Drei gestandene Frauen, alle in medizinischen Berufen tätig, noch gesund, noch kräftig, voll im Arbeitsleben, denken an ihren Suizid, weil sie ihren Lebensabend nicht in einem Altenheim verbringen möchten. Darf das wirklich sein?“ So beginnt ein Offener Brief an Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, den wir in dieser Woche veröffentlicht haben, und deren Autorin verzweifelt ist, ob der Versorgungssituation in bayerischen Altenpflegeeinrichtungen. Zu wenig Personal, teilweise auch noch unzureichend qualifiziert, und Geld, das an der falschen Stelle herausgeworfen wird, beklagt Cordula Zickgraf und malt ein düsteres Bild: Lieber aus dem Fenster springen, als im Heim verrecken.

Schockiert haben auch die in dieser Woche bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Ärzte und Pflegekräfte im Dienste des US-Militärs. Sie sollen inhaftierte Terrorverdächtige zwangsernährt haben, an Verhören und sogar an Folter beteiligt gewesen sein – im Interesse der nationalen Sicherheit. Auch die Pflegehistorikerin Anja Peters war im Interview tief betroffen. „Natürlich weiß ich, dass es auch in der Pflege Menschen gibt, die sich eines Fehlverhaltens schuldig machen. Aber dass sich Pflegende in ein System kalkulierten Fehlverhaltens einbinden lassen, das hat mich schon schockiert.“ Welche Konsequenzen sie jetzt fordert und warum das auch Lehrende und Auszubildende in Deutschland betrifft, hat sie uns im Gespräch erzählt.

Konsequenzen muss auch die Erkenntnis mit sich bringen, dass es längst nicht mehr nur die grampositiven Bakterien wie MRSA sind, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind. Die gramnegativen Erreger, kurz MRGN, ziehen nach. Begleitend zu einem Artikel über den sicheren Umgang mit den gefährlichen Stäbchen gab es dazu in dieser Woche einen Selbstlerntest bei uns.

Weitere Themen waren wieder einmal das Anwerben ausländischer Pflegekräfte, die Zukunft der Pflegeversicherung und der Endspurt der „Ich will Pflege!“-Kampagne. Noch besser informiert bleiben Sie übrigens mit dem kostenfreien täglichen Newsletter unserer Verlags-„Mutter“ oder über den Facebook-Auftritt von Bibliomed.

Kommen Sie gut durchs Wochenende!
 

 

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