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Kliniken schlecht auf demografischen Wandel vorbereitet

Deutschlands Klinikchefs sehen mit Sorge auf den demografischen Wandel: Lediglich ein Drittel hält das eigene Haus für „gut“ oder „sehr gut“ aufgestellt, obwohl 54 Prozent dies für „wichtig oder „sehr wichtig“ erachten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Personalberaters Rochus Mummert, für die im August rund 100 Geschäftsführer, Verwaltungsleiter und Direktoren deutscher Krankenhäuser befragt wurden. Die Führungskräfte öffentlicher Häuser waren dabei zuversichtlicher als die privater oder freigemeinnütziger.

Vor gut zwei Jahren hatte Rochus Mummert seine Befragung zum ersten Mal durchgeführt. Damals hatten sich noch 45 Prozent mindestens „gut“ auf die Folgen der Überalterung der Gesellschaft vorbereitet gesehen. Der Anteil der Zuversichtlichen sei also um ganze 11 Prozentpunkte geschrumpft. „Deutschlands Krankenhäuser drohen den demografischen Wandel zu verschlafen“, warnt deshalb der Krankenhausexperte und Leiter des Bereichs Healthcare Consulting bei Rochus Mummert, Peter Windeck.

Die demografische Entwicklung berge zahlreiche Veränderungen für die Kliniken. So steige nicht nur die Zahl älterer Patienten, sondern fehle es auch immer mehr an jungen Ärzten und Fachkräften, vor allem in OP- und Intensivpflege. Zusammen mit dem politisch verordneten Sparzwang erhöhe das die Herausforderung für das Personalmanagement, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter bereitzustellen. „Spätestens jetzt sollte jeder Klinikverantwortliche aufwachen und Strategien entwickeln, die das eigene Haus erfolgreich auf die alles andere als überraschend kommende Überalterung der Gesellschaft einstellen“, so Windeck. Nicht nur Leistungsangebot und Services müssten entsprechend neuausgerichtet werden, sondern auch die Personalbindung und das Arbeitgebermarketing.  

Deutliche Unterschiede zeigt die Studie übrigens hinsichtlich der Trägerschaft: So fehle vor allem den Führungskräften privater und freigemeinnütziger Krankenhäuser eine Strategie. Lediglich 29 respektive 30 Prozent hätten den eigenen Häusern die Noten „gut“ oder „sehr gut“ erteilt. Besser sehen die Zahlen für die Kliniken in öffentlicher Hand aus: Hier sehen sich 45 Prozent gut aufgestellt.

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