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Harrison legt Geschäftsführung in München nieder

Die Sprecherin der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums München Elizabeth Harrison hat mit sofortiger Wirkung ihr Amt niedergelegt. Das teilte die Landeshauptstadt gestern über ihren Pressedienst mit. Bereits am heutigen Freitag soll der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Oberbürgermeister Christian Ude tagen, um die weiteren Schritte zu beraten. Die beiden übrigen Geschäftsführer, Freddy Bergmann und Hans-Jürgen Hennes sollen im Amt bleiben.

Harrison war 2011 nach München gekommen, um einen Sanierungsplan umzusetzen und das finanziell angeschlagene Klinikum in die schwarzen Zahlen zu bringen. Ende Oktober dieses Jahres war jedoch bekannt geworden, dass dem zu 100 Prozent der Stadt gehörenden Klinikum die Insolvenz droht. Ude hatte daraufhin einen Lenkungsausschuss mit ihm selbst an der Spitze eingesetzt, um „die Sanierung des Unternehmens sicherzustellen“ sowie „die Abwendung der Insolvenz und damit die Rettung der Arbeitsplätze“, wie die „Süddeutsche Zeitung“ den Oberbürgermeister seinerzeit zitierte. Der Geschäftsführung warf er demnach Fristversäumnisse, vor allem hinsichtlich des Sanierungsplanes, vor.

Am Dienstag hatte die Zeitung dann gemeldet, dass Harrison sich mit einem Anwalt gegen die faktische Entmachtung wehre. Das Verhältnis zu Ude sei zerrüttet und auch innerhalb der Geschäftsführung und des Klinikums habe sie in den vergangenen Monaten immer mehr an Rückhalt verloren. Gestern dann die Mitteilung der Stadt: Harrison habe ihr Amt niedergelegt und selbst zum Ausdruck gebracht, sie verbinde damit die Hoffnung, dass der Grundstein für eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung gelegt werden könne. Die verbleibenden Mitglieder der Geschäftsführung hätten bekräftigt, das Eingreifen der Stadt zu unterstützen und „die Chance einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zum Wohle des Unternehmens und der Belegschaft und der Patienten nutzen“ zu wollen, so der Pressdienst „Rathaus Umschau“. Ude habe angekündigt, alle Fragen der Nachfolge Harrisons als Sprecherin der Geschäftsführung und Arbeitsdirektorin im Einvernehmen mit den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat, „bei voller Transparenz, Gesprächen auf Augenhöhe und aktiver Einbeziehung in den Entscheidungsprozess“ lösen wolle.

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