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Hecken für schnelle Qualitätsoffensive

Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Josef Hecken hat zur Verbesserung der Patientenversorgung in Deutschland zur Eile gemahnt. Wenn die ersten Verbesserungen in der Patientenversorgung noch dieses Jahr kommen sollten, „dann brauchen wir bis zur Jahresmitte Klarheit“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der G-BA als oberstes Gremium der Selbstverwaltung könne schnell handeln, wenn etwa die Kriterien für das im Koalitionsvertrag vereinbarte Patientenrecht auf eine Zweitmeinung vor operativen Eingriffen festgelegt seien. In der zweiten Jahreshälfte könnten dann die ersten Gelder aus dem neu geschaffenen Innovationsfonds für neue Versorgungsformen und Versorgungsforschung fließen. „Das ist alles viel zu wichtig, als dass wir uns hier noch viel Zeit nehmen dürfen“, sagte Hecken der Zeitung.

In einem heute veröffentlichten Interview mit dem „Spiegel“ sprach sich Hecken zudem für die Etablierung des „Pay for Performance“-Prinzips in der Gesundheitsversorgung aus. Das sei zwar nicht neu, bislang aber noch nicht erfolgreich umgesetzt worden, weil es sehr schwer sei, Qualität wissenschaftlich und juristisch einwandfrei zu messen. „Deshalb will ich, dass wir ein neues unabhängiges Institut für Qualitätssicherung im Krankenhaus gründen“, sagte Hecken dem Magazin. Zurzeit werde nach geeigneten Personen gesucht, um eine solche Behörde mit einem Etat von 16 Millionen Euro innerhalb von neun Monaten aufzubauen.

Eine konkrete Aufgabe sieht Hecken etwa in der Festlegung von Mindestmengen für bestimmte Eingriffe, wie etwa der Einsatz von Knie- und Hüftprothesen, Bandscheibenoperationen und die Versorgung von Frühgeborenen. Dazu will der Jurist auch auf Daten der Krankenkassen zurückgreifen, die bereits vorlängen, aber nicht ausreichend ausgewertet würden. „Wir müssen herauskriegen, wie man besser als bisher messen kann, zu welchem Ergebnis ein bestimmter Eingriff in einem Krankenhaus führt.“ Auf dieser Grundlage stellt sich Hecken ein Ranking der Krankenhäuser für einzelne Operationsbereiche vor.

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