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Sterberisiko von Patienten steigt mit Arbeitslast der Pflege

Ein hohes Arbeitspensum, zu viele Patienten pro Pfleger und ein niedriges Ausbildungsniveau erhöhen das Risiko, dass ein Patient stirbt. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Linda Aiken von der University of Pennsylvania. Sie werteten insgesamt 422.730 Daten aus 300 europäischen Krankenhäusern aus. Die betroffenen Patienten waren 50 Jahre und älter.

Laut der jetzt im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichten Ergebnisse steigt mit jedem zusätzlichen Patienten, den eine Pflegefachperson versorgen muss, das Risiko, nach einer Operation zu sterben, um 7 Prozent. Untersucht wurden Routineeingriffe wie Hüft-, Knie- oder Blinddarm-Operationen. Generell lag die Todesrate in der Untersuchung zwischen 1 und 1,5 Prozent.

Außerdem sterben nach Angaben der Forscher weniger Patienten, wenn die Pflegenden besser ausgebildet sind. Jeder 10-Prozent-Schritt nach oben bei der Ausbildung senke die Todesrate um jeweils 7 Prozent. So ist das Todesfall-Risiko in den Krankenhäusern um ein Drittel niedriger, in denen sich 1 Pflegender um 6 Patienten kümmert und 60 Prozent des Pflegepersonals einen Hochschulabschluss haben als in Einrichtungen, in denen 1 Pflegender 8 Patienten betreut und nur 30 Prozent des Personals einen höheren Ausbildungsabschluss haben.

Die Studie untersuchte Kliniken in Belgien (59 Häuser), Großbritannien (30 Häuser), Finnland (25 Häuser), Irland (27 Häuser), den Niederlanden (22 Häuser), Norwegen (28 Häuser), Spanien (16 Häuser), Schweden (62 Häuser) und der Schweiz (31 Häuser).

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