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Grüne wettern gegen Generalistik

Die pflegepolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Eisabeth Scharfenberg, hat sich gegen eine generalistische Ausbildung in der Pflege ausgesprochen. „Ich bezweifle, dass der Pflegeberuf dadurch attraktiver wird“, sagte Scharfenberg bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Eine gemeinsame Ausbildung von Kranken- und Altenpflegekräften gehe aus Sicht der Grünen „in die völlig falsche Richtung“ und öffne „Tür und Tor, dass das Standesdenken“ bei den Ärzten sich nicht ändere.

In ihrem Bundestagswahlprogramm hatten sich die Grünen in der Frage der Generalistik noch nicht eindeutig positioniert. Scharfenberg verwies nun darauf, dass andere Länder mittlerweile Interesse an der deutschen Ausbildung zum Altenpfleger zeigten. Aus Sicht der Grünen sei es besser, die Akademisierung der Pflege zu fördern. Allerdings sprach Scharfenberg sich auch strikt gegen eine Vollakademisierung aus. Sie verwies darauf, dass die Grünen den Vorstoß der EU-Kommission, den Zugang zu einer Pflegeausbildung erst nach zwölf allgemeinen Schuljahren zu ermöglichen, von Beginn an abgelehnt hätten.

Die Bundestagsabgeordnete der Grünen forderte zudem, stärker auf ambulante Strukturen in der Pflege zu setzen. Nötig sei eine „Rekommunalisierung der Pflege“. Die Grünen erarbeiteten derzeit ein entsprechendes Konzept, sagte Scharfenberg. Sie plädierte für ein Recht auf Familienpflegezeit. Analog zur Elternzeit sollten Arbeitnehmer das Recht erhalten, bis zu drei Monate aus dem Berufsleben auszuscheiden und dafür eine steuerfinanzierte Lohnersatzleistung erhalten.

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