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Rotes Kreuz setzt auf Freiwilliges Soziales Jahr

 Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will junge Menschen stärker für einen Beruf im Bereich Gesundheit, Pflege und Soziales begeistern und setzt dabei auch auf das Instrument des Freiweilligen Sozialen Jahres (FSJ). „Das FSJ kann und darf in keinem Fall Fachkräfte ersetzen – aber es kann helfen, jungen Menschen den Pflegeberuf näherzubringen“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters zum Thema „50 Jahre FSJ“ in Berlin. Er hoffe, dass die Bundesregierung die Fördermittel von derzeit etwa 75 Millionen Euro pro Jahr erhöhe.

Seit 1964 ist die Zahl der Teilnehmer am FSJ beim DRK von zwölf auf 11.426 gestiegen. Vor zehn Jahren lag sie noch bei 5.410. Rund 39 Prozent der „FSJler“ sind dabei in der Alten- und Krankenpflege tätig. Die meisten verfügen über eine hohe Schulbildung, 61 Prozent haben eine (Fach-)Hochschulreife, 28 Prozent die Mittlere Reife. Das DRK sieht politischen Handlungsbedarf, um die Teilhabemöglichkeiten von bildungsarmen Menschen zu verbessern.

So solle künftig ein fehlender oder niedriger Schulabschluss als Nachweis für einen besonderen Förderungsbedarf ausreichen. Bisher müssen die Einrichtungen bei Jugendlichen im Bewerbungsgespräch nachfragen, ob eine Lernbehinderung, psychische Probleme oder eine Drogenabhängigkeit vorliegen. Nur in solchen Fällen gibt es eine besondere Förderung in Höhe von 100 Euro pro Monat. Dieser Betrag reicht aus DRK-Sicht aber „hinten und vorne nicht“, weshalb man eine Aufstockung fordere.

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