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Paritätischer Gesamtverband fordert eine Milliarde für Pflege

Der Paritätische Gesamtverband warnt vor einer „chronischen Unterfinanzierung der ambulanten Pflege“. Die Vergütungen lägen laut einer aktuellen Studie im Durchschnitt um 48 Prozent zu niedrig. bisher habe die Finanzierungslücke nur aufgefangen werden können durch eine „ganz erhebliche Arbeitsverdichtung und schrittweise schlechter werdende Arbeitsbedingungen“, heißt es in einer Mitteilung. „Wir fordern eine deutliche Erhöhung der Vergütung“, sagte Geschäftsführer Werner Hesse am Donnerstag in Berlin. 

Damit höhere Vergütungssätze nicht allein von den Pflegebedürftigen geschultert werden müssen, seien ferner auch höhere Leistungen der Pflegeversicherung nötig, der Paritätische spricht von einer Milliarde Euro jährlich und plädiert zur Finanzierung dafür, auf den von der Politik geplanten Aufbau eines kapitalgedeckten Vorsorgefonds zu verzichten. Außerdem plädiert Hesse für das Ende der Minutenpflege. Die Finanzierung der ambulanten Pflege müsse künftig nach Zeit erfolgen und nicht länger nach Pauschalen und Modulen, um den Anreiz zur Verknappung von Einsatzzeiten zu beseitigen. In einer Kalkulationsrechnung gibt der Verband einen Mindeststundensatz von 45,29 Euro an.
 

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