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Kampagne der BZgA und BMG startet zum Tag der Organspende

Auch am diesjährigen Tag der Organspende wollen Politiker, Prominente, Ärzte, Institutionen und Organisationen morgen dazu aufrufen, sich über das Thema Organspende zu informieren und eine Entscheidung zur eigenen Spendenbereitschaft zu treffen. Dazu gibt es in verschiedenen Städten Informationsveranstaltungen, Vorträge und Aktionen. Die zentrale Veranstaltung, die unter dem Motto „Richtig.Wichtig.Lebenswichtig" steht, findet in Stuttgart statt. 
 
Die Organspendezahlen sind in den vergangen Jahren rückläufig, insbesondere nach dem im Jahr 2012 Manipulationen bei Wartelisten bekannt geworden waren ist die Zahl der Spenden von 1.296 im Jahr 2010 auf 876 im vergangen Jahr gesunken, berichtete das baden-württembergische Sozialministerium in einer Mitteilung. Ministerin Katrin Altpeter sagte, dass grundsätzlich die meisten Bürger in Deutschland zwar zu einer Organspende bereit seien, doch noch nicht einmal jeder dritte einen Organspendeausweis besitze. Aus Sicht von Barmer GEK-Chef Christoph Straub gibt es aber noch ein weiteres Problem, denn mitunter widersprächen sich Organspendeausweis und Patientenverfügung. „Manche potenziellen Spender schließen in einer Patientenverfügung intensivmedizinische Behandlungen aus. Diese sind aber notwendig, um die Transplantationsfähigkeit der Organe zu erhalten." Zudem plädierte Straub dazu, die Zahl der Transplantationszentren zu reduzieren, um Kompetenzen zu bündeln und die kollegiale Qualitätssicherung zu fördern. „Auch das kann helfen, das Vertrauen in die Organspende wieder zu gewinnen."
 
Nach Angaben der Stiftung Organtransplantation warten zurzeit rund 11.000 Menschen in Deutschland auf ein lebensrettendes Organ. „Für die Patientinnen und Patienten auf der Warteliste ist es heute umso wichtiger – ja lebenswichtig, dass die Menschen das Thema Organspende nicht beiseite schieben, sondern ernst nehmen um sich möglichst vorurteilsfrei damit auseinanderzusetzen", sagte Josef Theiss, Vorstandsmitglied vom Verein Lebertransplantierte Deutschland. 
 
Anlässlich des morgigen Aktionstages starten auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine Kampagne. Unter dem Motto „Ich entscheide. Infomiert und aus Verantwortung" sollen Menschen motiviert werden, sich über das Thema Organspende zu informieren und die persönliche Entscheidung in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Um verstärkt auf das Thema aufmerksam zu machen, werde es Großflächen-Plakate, Zeitungsanzeigen und ein Online Magazin geben, teilten BZgA und BMG heute zum Kampagnenstart mit. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte: „Jede Organspende kann Leben retten. Aber nur der Organspendeausweis schafft Klarheit." Ziel unserer diesjährigen Kampagne sei es darum, „möglichst viele Menschen dafür zu gewinnen, einen Organspendeausweis zutragen".
 

 

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