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Fussek hält Pflegenoten für Beruhigungsmittel

Deutschlands bekanntester Pflegekritiker Claus Fussek hat die Bewertung von stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen mit Schulnoten als unsinnig bezeichnet. „Die guten Noten in der Pflege sind doch nur dazu da, damit die Republik gut schlafen kann", sagte er im Gespräch mit dem Pflegeportal Station24. Obwohl alle Beteiligten wüssten, welcher Irrsinn in der Pflege ablaufe, erhielten die Einrichtungen beste Noten.

Erst in der vergangenen Woche hatte auch der Chef des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes, Peter Pick, Kritik am sogenannten Pflege-TÜV geübt. Der Geschäftsführer der für die Transparenzprüfungen zuständigen Stelle hatte eine begrenzte Aussagefähigkeit der Pflegenoten eingeräumt und dies auf den Verhandlungsprozess zwischen den Krankenkassen und den Pflegeanbietern zurückgeführt. Dabei sei es letzteren gelungen, „die Pflegenoten weichzuspülen", so Pick.

Für den Sozialpädagogen Fussek tragen aber auch die übrigen Beteiligten Verantwortung. „Vom Koch über die Ärzte und Pflegekräfte bis hin zum Bestatter – fast alle machen mit, fast alle schweigen, viele verdienen ihr Geld mit dem System", sagte er im Gespräch mit Station24. Er forderte die Akteure erneut auf, endlich den Mut aufzubringen, den „Teufelskreis" in der Pflege zu durchbrechen. „Pflegekräfte sind keine Opfer, sie sind Täter – wenn sie schweigen und mitmachen", so Fussek.

Einen ausführlichen Bericht zum Besuch bei Claus Fussek in seinem Münchner Büro lesen Sie auf Station24.

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