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DKG sieht „fast unlösbares Problem" in Frühchenversorgung

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht sich durch die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen Personalausstattungsanforderungen in Frühgeborenenabteilungen vor ein fast unlösbares Problem gestellt. Laut einem Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) müssten die Kliniken zur Umsetzung 2.500 zusätzliche Pflegefachkräfte einstellen, wodurch jährliche Kosten von 130 Millionen Euro entstünden. „Beides, weder das Geld noch das erforderliche qualifizierte Personal, ist derzeit verfügbar", sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin. Er forderte ein gezieltes Förderprogramm, da sonst die „hohe Qualitätsnorm, die unter anderem vorsieht, dass auf den Intensivstationen je Schicht eine Intensivpflegekraft für nur ein Frühchen zuständig ist, nicht erfüllt werden" könne. Alternativ müsse die Ende 2016 auslaufende Übergangsfrist verlängert werden. Das Bundesgesundheitsministerium habe bei der Genehmigung der G-BA-Richtlinie bereits auf diese Verlängerungsmöglichkeit hingewiesen.

An der vom DKI durchgeführten Befragung hatten laut DKG 163 der 240 deutschen Perinatalzentren teilgenommen, was einer Rücklaufquote von knapp 70 Prozent entspreche und so zu einem verlässlichen Überblick über die aktuelle Situation in der Frühgeborenenversorgung führe. Ein zentrales Ergebnis der Befragung sei, dass derzeit nur ein kleiner Teil der Krankenhäuser die Personalvorgaben der am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen G-BA-Richtlinie zur Strukturqualität der Versorgung Frühgeborener erfüllen könne.

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