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DBfK fordert bessere Demenzversorgung in Kliniken

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat Konsequenzen aus den Ergebnissen der jüngsten „Pflegethermometer"-Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip) gefordert. „Es ist erschreckend und beschämend, dass in einer großen Zahl deutscher Krankenhäuser Menschen, die an einer Demenz leiden, nicht angemessen versorgt werden können, ja sogar gefährdet sind", sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein in einer Stellungnahme. Die vorhandenen wirksamen Konzepte müssten endlich in allen Einrichtungen umgesetzt werden. Das scheitere bislang an strukturellen und finanziellen Hürden.

Das dip hatte für seine Studie 1.844 leitende Pflegekräfte in deutschen Kliniken über die Situation und Versorgung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen befragt. Danach sind im Durchschnitt 23 Prozent der Patienten auf einer Station von Demenz betroffen, auf jeder vierten Station liege der Anteil über 30 Prozent. Probleme gebe es vor allem mit der Versorgungskontinuität oder auch dem Schmerzmanagement. Patienten verließen unbemerkt die Stationen, schadeten oder verletzten sich selbst durch das Entfernen von Kathetern oder Verbänden. Auch die Zahl von Fixierungen und Sedieren bezeichnete der DBfK als erschreckend hoch.

„Die Pflegenden wissen um die Probleme und es belastet sie, dass sie kaum etwas dagegen tun können", heißt es in der Stellungnahme des Berufsverbandes. Grund sei die fehlende Personaldichte, aber auch die unzureichende Ausstattung vieler Stationen. Diese Probleme ließen sich nur lösen, wenn die Entscheidungsträger das auch wollten. Dazu gehöre insbesondere die Abbildung des Versorgungsaufwandes für demenzkranke Patienten in der Personalbemessung sowie die Entwicklung neuer pflegerischer und medizinischer Handlungsabläufe und der Ausbau bewährter Konzepte.

Über die Ergebnisse des Pflegethermometers 2014 hatten wir in „Die Schwester Der Pfleger" bereits im August exklusiv vorab berichtet.

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